Indoor Gardening mit Hydroponik

Für viele Menschen liegt der Lebensraum innerhalb der Ballungsräume von Großstädten, da sich dort Gelegenheiten wie Jobs befinden.

Das bedeutet auch, dass nicht viele Haushalte Zugang zu einem Garten haben.

Mit Indoor Gardening kann aber trotzdem in den eigenen vier Wänden das eigene Grün entstehen und viel Freude und Ertrag bringen.

Das Stichwort hierfür lautet „Hydroponik„.

Was ist Hydroponik?

Das Wort Hydroponik leitet sich aus den griechischen Begriffen Hydro (Wasser) und Ponos (Arbeit) ab. Sie beschreibt also die Arbeit mit Wasser, in diesem Fall zu dem Zweck, Pflanzen zu halten.

In Sci-Fi Filmen hören wir die Bezeichnung häufig als Beschreibung der Bereiche eines Raumschiffs, in denen zur Verpflegung und für die Sauerstoffproduktion Pflanzen mithilfe modernster Technik auch ohne Sonnenlicht und das Erdreich aufgezogen werden.

Gut zu wissen: Dabei stammen die Wurzeln der Technik aus der Vergangenheit. Bereits die Azteken haben durch den Gebrauch mit nährstoffangereichertem Wasser schwimmende Flöße entwickelt, auf denen sie aus Mangel an herkömmlichen Anbauflächen Landwirtschaft betreiben konnten.

Wer eine grüne Umgebung haben möchte, muss darauf zurückweichen, Pflanzen auch in Gebäuden die richtigen Voraussetzungen für ihr Wachstum zu bieten.

Worauf kommt es beim Indoor Gardening und der Hydroponik an?

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Hydroponik Anlage im Garten – Was braucht man?

Ob im Garten, im Gartenhaus oder gar in einer dunklen Ecke eines Kellers – Für nahezu jeden Standort gibt es mittlerweile die beste Hydroponik Anlage. Ziel eines jeden Hydroponik Systems ist es immer den Pflanzen unter den gegebenen Standortbedingungen die besten Wachstumsbedingungen zu gewährleisten um Wachstum und Ernteertrag zu optimieren.

Möchten Sie eine eigene Hydroponikanlage für zu Hause, den Balkon, für eine Wand oder gar im Gewächshaus haben, informieren sie sich zunächst über folgende Schritte. Denn man braucht:

Ein Hydroponik-System

Das System ist im Grunde das Herzstück der Anlage und unterscheidet sich durch einen aktiven oder passiven Ansatz sowie einem rezirkulierenden und nicht rezirkulierenden System. Sie besitzen aber alle unabhängig von ihrer Funktionsweise einen Wassertank bzw. Reservoir für die Nährstofflösung.

Die besten Hydroponik-Systeme werde weiter unten ausführlich behandelt.

Nährstofflösung

Die Nährstofflösung vereint die optimale Kombination von Wasser und Dünger aus 14 verschiedenen Nährstoffen, die für Pflanzen wichtig sind.  Diese Lösung hat wesentlichen Einfluss auf Ertrag und Geschmack der Ernte. Sei es Salat, Tomaten oder Früchte. Wer Anfänger ist, sollte immer zuerst auf eine fertig gemischte Hydroponik-Nährlösung zurückgreifen.

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Substrat

Je nach zu kultivierender Pflanze wird ein Substrat benötigt, welches aus Perlit, Kies, Fasern oder Steinwolle bestehen kann. Durch dieses Substrat wird die Fixierung der Pflanzen im Hydroponik Behälter gewährleistet, nicht jedoch wie häufig angenommen die Nährstoffversorgung. Je nach Material hat es aber großen Einfluss auf Nährstoff- und Wasserabgabe an die Pflanze.

Wachstumslampe

Ohne spezielle Pflanzenlampen ist Hydroponik in dunklen Ecken nicht möglich. Sie simulieren Sonneneinstrahlung durch elektromagntische Strahlung und können flexibel mit Zeitschaltuhren geschaltet werden um Strom zu sparen. Es gibt LED-Lampen, Leuchstoffröhren oder Hochdruckentladungslampen. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen in puncto Abwärme, Spektrum und Lichtausbeute.

Weiteres Hydroponik Zubehör

Technisch ausgefeilte Systeme wie die Hydroponik, besitzen viele kleine Teile, die auch irgendwann einmal verschleißen können. Es ist daher jedem Hobbygärtner angeraten sich einen gewissen Vorrat an Zubehör zuzulegen. Vor allem handelt es sich hierbei um Ersatzschläuche, Pumpen, Dichtungen oder Düsen um schnell einmal wechseln zu können ohne die Ernte zu gefährden.

Weiterhin Sinn können eine zweite Riege Anzuchtmatten oder Bewässerungskugeln darstellen.

Hydroponik in der Wohnung

Bei der Hydroponik, mit der wir Pflanzen in Wohnräumen anbauen, greifen wir größtenteils auf Technologie zurück, um die Pflanze auch ohne Erdanbau, Regen und Sonnenbestrahlung mit allen Nährstoffen zu versorgen, die sie für das Wachstum braucht. Dafür können wir verschiedene Systeme nutzen, die einige Faktoren gemeinsam haben. Sie alle versorgen die Pflanzen mit:

  • Licht
  • CO₂
  • Nährstoffen
  • Wasser

Dafür können wir vorgefertigte Lösungen kaufen, oder selbst einen Pflanzbehälter mit dem geeigneten Substrat, nährstoffangereichertem Wasser und künstlichem Licht ausstatten.

Automatisierte Systeme mit Wasserkreislauf ersparen sowohl der Pflanze als auch dem Menschen Energieaufwand, da programmierte Bewässerungscomputer für die Versorgung mit frischem Wasser und den benötigten Nährstoffen sorgen, und Pflanzen sie nicht selbst aus der Erde ziehen müssen.

Besonders für kleine Räume wie Keller, Abstellräume oder direkt in der Küche eignen sich Hydroponik-Konzepte ähnliches eines vertikalen Gartens. Hier kann platzsparend an nahezu jeder freien Wand oder auf einem Regal eine gezielte Anzucht stattfinden, die nur 25% von dem Platz der freien Kultivierung einnimmt. Dadurch das Wurzeln stets mit Nährstoffen versorgt werden, muss die Pflanze viel weniger Wurzeln ausbilden. Das spart Platz.

Indoor-Gärten: Moderne Natur

Indoor-Gärten sind eine Begleiterscheinung der modernen Zeit. Heutzutage haben wir zeitgleich ein hohes Bewusstsein für unsere Gesundheit und die Faktoren, die dazu beitragen, und einen Mangel an Flächen und Ressourcen, um diese Dinge umzusetzen.

Während sich viele Umweltbewegungen darauf fokussieren, durch Konzepte wie autofreie Innenstädte mehr Grün in die Stadt zu bringen, können wir in unserem eigenen Wohnraum schon einmal dafür sorgen, von den vielen Vorteilen von Pflanzen Gebrauch zu machen; von der möglichen Ernährung durch eigenen Anbau zu der ästhetische Gestaltung für die Entspannung, das Raumklima und die Gesundheit.

Für einen schönen Indoor Garten lassen sich Konzepte wie Hydroponik wunderbar nutzen um auch Zierpflanzen oder Kräuter ganzjährig zu kultivieren. Bewährtes landwirtschaftliches Wissen kombiniert mit moderner Technik, Smart Gardening mit Automatisierung und einem Bewässerungscomputer können sowohl Outdoor als auch Indoor Ihre Anwedung finden. Sie helfen uns dabei, auch ohne fördernde Umwelteinflüsse an der freien Natur in Wohnungen gesunde Pflanzen aufzuziehen und die Pflege in unseren hektischen Alltag einbauen zu können. Dinge wie eine gute Auswahl von HomeAndSmart Bewässerungscomputern finden wir am besten Online. Das Stichwort, das bei der Umsetzung hilft, ist die Hydroponik.

Hydroponik Ideen für kleine Räume und kleine Gärten

Weißer Hydroponik-Pflanzturm mit LED WachstumslampenFür jeden nahezu noch so ungeeigneten Raum, gibt es mittlerweile Lösungen mit Hydroponikkonzepten eigene Indoor-Bepflanzungen und Urban Gardening zu betreiben. HIer ein paar pfiffige Ideen kleine Räume und kleine Gärten zur Umsetzung.

Idee 1: Pflanzenzelt

Ein kleiner, rechteckiger Würfel in unterscheidlichen Formen als Pflanzenenzelt bietet eine kompakte und platzsparende Möglichkeit zur Anzucht und Kultivierung gewünschter Pflanzen.

Idee 2: Pflanzenregal mit Hydroponik Gefäßen

Ein platzsparendes Regal speziell für Hydroponik Gefäße sieht nicht nur gut aus, sondern wirkt aufgeräumt und professionell.

Idee 3: Vertikaler Minigarten

Schaffen Sie sich einen eigenen Minigarten an einer kleinen, vielleicht unansehlichen Wand und nutzen sie ihren Platz perfekt aus um sich an der Hydrokultur mit wenig Aufwand zu erfreuen.

Idee 4: Pflanzturm mit Beleuchtung

Mit einem Pflanzturm und integrierter Wachstumslampe lässt sich selbst in hinteren Ecken eine optimale Kultivierung in kleinen Pflanztöpfen erreichen.

Idee 5: Indoor Gewächsschrank

Eine tolle Lösung um Hydroponik und Schranksystem in Einklang zu bringen und somit eine wohnliche Atmosphäre zu schaffen sind Indoor Gewächsschränke, die von außen wie ein normales Möbelstück aussehen, allerdings in herausfahrbaren Schubladen ein Hydroponiksystem beherbergt.

Die besten Hydroponik-Systeme im Überblick

Wir unterscheiden zwischen aktiven und passiven Hydroponik-Systemen.

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  • Bei den passiven Systemen nutzen wir keine oder kaum technische Hilfsmittel. Sie können so einfach aussehen wie ein Wasserglas mit Stecklingen, das wir eigenhändig mit Nährstoffen anreichern.
  • Aktive Systeme sind zwar komplexer in ihrem Aufbau, dafür aber auch deutlich effektiver und zeitsparender. Die aktiven Techniken arbeiten mit Wasser- oder Luftpumpen und Timern, die die Flüssigkeit aktiv mit Sauerstoff versorgen und einen Kreislauf bilden, mit dem durchgehend neue Nährstoffe an die Pflanzenwurzeln getragen werden. Über künstliche Beleuchtung wird die Pflanze mit dem notwendigen Licht versorgt.

Zudem unterscheiden wir zwischen rezirkulierenden und nicht rezirkulierenden Systemen:

  • Bei den ersteren haben wir weniger Wasserverbrauch, da das Wasser in einem Kreislauf fließt und neu mit Nährstoffen und Sauerstoff angereichert wird.
  • Bei dem zweiteren wird immer eine frische Nährstofflösung an die Pflanzen geführt. So wird die Entstehung von Krankheitserregern minimiert, aber es gehen auch mehr Wasser und Nährstoffe verloren.

Beispiele passiver Hydroponik-Systeme

Passive Systeme brauchen keinerlei Elektronik und sind daher besonders nachhaltig. Viele Menschen nutzen bereits Techniken dieser Art, ohne zu wissen, dass sie Hydroponik betreiben.

Dazu gehören:

Wassergläser mit Stecklingen

Wenn wir eine Pflanze vermehren wollen, nehmen wir einen Steckling und stellen ihn in ein Glas mit Wasser. Die Nährstoffe in dem Wasser und das Sonnenlicht, das durch das Glas einfällt, sind ausreichend, um zarte Wurzeln wachsen zu lassen, mit denen wir die Pflanze später in Erde pflanzen können. Wer die Pflanze unterstützen möchte, kann weitere Nährstoffe und frisches Wasser hinzugeben und die Anzucht im Glas länger ermöglichen.

Töpfe mit Tonkugeln

Einen Topf mit Tonkugeln zu füllen, bevor man die Erde darauf setzt, ist eine traditionelle Methode, um das Überwässern von Pflanzen zu vermeiden. Für eine Hydrokultur können wir am Boden des Topfes nährstoffreiches Wasser einfüllen. Dafür benötigen wir Pflanzen, deren Wurzeln an den Tonkugeln vorbei in das Wasser ragen. Wie bei der Glastechnik ist es hier notwendig, das Wasser und die Nährstoffe regelmäßig aufzufrischen, um gesunde Pflanzen aufzuziehen.

Docht-Bewässerung

Auch bei der Dochtbewässerung liegen die Pflanzen in einem Substrat. Durch einen Docht wird ihr Topf mit der Nährstofflösung am Boden des Behälters verbunden. So zieht der Docht immer nach dem akuten Bedarf der Pflanze Nährstoffe und Wasser an. Auch hier ist der regelmäßige Austausch und Auffrischung der Ressourcen notwendig.

Da die Pflanzen im Gegensatz zu aktiven Systemen nicht effektiv mit frischem Sauerstoff, Wasser und Nährstoffen versorgt werden, sorgen die passiven Hydrokulturen für weniger schnelles Pflanzenwachstum und kosten mehr Aufwand.

Beispiele aktiver Hydroponik-Systeme

Insbesondere aktive Hydroponik-Systeme können technisch komplex und ausgefeilt sein. Daneben profitieren wir aber, sobald die Systeme aufgebaut und installiert sind, von Prozessen, die vollautomatisch ablaufen. Elemente wie Lampen, Pumpen und Nährstoffreservoirs können dafür sorgen, dass die Versorgung mit frischen Wasser, Licht, Sauerstoff und Nährstoffen jederzeit gegeben ist.

Durch Sensoren und Timer können wir zudem automatisch festlegen, wann das Hydroponik-System erneut mit den notwendigen Ressourcen verpflegt wird und Bedarfslücken immer gedeckt werden. So müssen wir nur einmal Aufwand leisten, um das System aufzubauen, müssen danach aber weniger Zeit darauf verwenden, die Pflanzen und das Wasser gesund und nährstoffreich zu halten.

Übliche aktive Hydroponik-Systeme verfolgen einen dieser Prozesse:

Ebbe-Flut System

Hier gibt es zwei Ebenen. Auf einer sind die Pflanzen in Substrat und Netztöpfen angebracht. Die zweite Ebene darunter ist ein Rücklauf, in den die aufgebrauchte Nährstofflösung zurückgegeben wird. Durch eine Pumpe wird die Pflanzenebene mit neu angereicherter Nährstofflösung versorgt.

Schaltet sich die Pumpe ab, läuft die überschüssige Lösung zurück in den Vorratsbehälter der zweiten Ebene. Durch das Steigen und Fallen werden die Wurzeln auch mit Sauerstoff versorgt.

Nährstoff-Film-Technik

Bei der Nährstoff-Film-Technik erzeugen wir mit einer Pumpe einen permanenten Kreislauf an einem dünnen Film mit nährstoffangereichertem Wasser, das an den Wurzeln der Pflanzen in ihren Netzkörben vorbeifließt. So werden sie jederzeit mit Nährstoffen versorgt.

Durch ein System mit schiefen Ebenen und Rücklauf wird das Wasser zudem mit Sauerstoff versetzt. In dem Rücklauf liegt ein Nährstoffvorratsbehälter, der das Wasser wieder anreichert, bevor es zu den Pflanzen weitergeleitet wird. Hier können wir auf Substrat verzichten, damit die Wurzeln direkten Zugang zu dem Wasser haben.

Tiefwasser-Film-Technik

Die Tiefwasser-Film-Technik gleicht der Nährstoff-Film-Technik. Statt, dass der Wasserstrom hier nur einen dünnen Film bildet, wird eine 2 bis 4 cm hohe Nährstofflösung um die Wurzeln geleitet. Im Gegensatz zu der Nährstoff-Film-Technik werden die Wurzeln hier auch bei einem Pumpenausfall mit Wasser versorgt.

Tiefwasserkultur

Bei den Tierwasserkulturen nutzen wir eine Art Floß, auf dem Pflanzen, die bereits lange Wurzeln haben, in einem Netztopf schwimmen. Sie können mit Kieseln stabilisiert werden. Die Wurzeln sind lang genug, um in ein unter ihnen liegendes Flüssigkeitsreservoir mit Nährstoffen zu gelangen, das durch eine Pumpe mit Sauerstoff angereichert wird.

Tröpfchenbewässerung

Bei der Tröpfchenbewässerung wird die Nährstofflösung von oben auf die Pflanze in Substrat getropft, wo sie bis zu den Wurzeln und an ihnen vorbeifließt. Dadurch entsteht keine Staunässe. Hier kann das Wasser danach in einer Auffangwanne landen, die mit Nährstoffvorratsbehälter wieder angereichert und mit einer Pumpe zu dem Bewässerungssystem über den Pflanzen geleitet wird, um einen Zyklus zu bilden.

Aerosole, Nebel aus Nährstofflösungen

Das umgekehrte Prinzip haben wir bei der Versorgung mit Aerosolen. Hier werden Pflanzen ohne Substrat in Netztöpfen gehalten. In einem System unter ihnen befindet sich das nährstoffangereicherte Wasser mit einer Bewässerungspumpe und Wasserdüsen.

Durch sie wird ein dünner Nebel mit Wassertröpfchen ausgestoßen, der die Wurzeln von unten befeuchtet und mit Nährstoffen versorgt.

Aquaponik, Pflanzenanbau kombiniert mit Fischzucht

Bei der Aquaponik ist eine Fischkultur (Aquakultur) an der Hydroponik beteiligt. Ähnlich wie bei dem Film-System läuft das nährstoffangereicherte Wasser in einem schrägen Behälter an den Netztöpfen der Pflanzen und ihren Wurzeln vorbei in einen Rücklauf.

Dieser führt zu einem Tank, in dem Fische leben. Die Ausscheidungen der Fische sind die Quelle der Nährstoffe für die Pflanzen. Mikroorganismen machen sie zu verwertbaren Stoffen für die Wurzeln. Zeitgleich reinigen die Pflanzen das Wasser, in dem die Fische leben, und bieten ihnen so gesunde Lebensbedingungen. Wasser- und Luftpumpen sorgen für die Zirkulation und Sauerstoffsättigung. Hier können wir neben dem Anbau von Pflanzen zeitgleich Fische züchten oder Zierfische halten.

Vorteile der hydroponischen Indoor-Gärten

Hydroponische Innen-Gärten haben mehrere Vorteile:

  • Pflanzenanbau auf geringstem Raum
  • Anbau ohne hohe Gewichtsbelastung möglich
  • kein Transport von Erde notwendig
  • lokaler Gemüseanbau reduziert Transportwege und Schadstoffemissionen
  • frische Ernte nach Bedarf, Vitamine bleiben erhalten
  • Unterstützung bei gesunder, bewusster Ernährung
  • ressourcenschonender Anbau
  • Verpackungsmüll von Gemüse wird vermieden
  • Eigenkontrolle über Pestizide und Dünger durch automatisierte Systeme und mangelndes Unkraut wenig arbeitsintensiv
  • ohne tägliches Gießen geringerer Wasserverbrauch
  • optimierte Nährstoffversorgung führt zu schnellem Wachstum und häufigen Ernten
  • ganzjähriger Anbau möglich

Gut zu wissen: Mit bis zu 90% weniger Wasser im Vergleich zur normalen Landwirtschaft ist Hydroponikanlagen äußerst effektiv und eignen sich vor allem in wasserarmen Regionen.

Insgesamt führen sie zu einem lokalen, erntefrischen und umweltschonenden Anbau von Gemüse und Kräutern sowie gesunden Pflanzen.

Fazit

Durch intelligente aktive Hydroponik-Systeme können wir auch in unserem Wohnraum Gemüse anbauen und Pflanzen halten, wenn uns die notwendige Anbaufläche dafür fehlt. Hier werden Pflanzen platzsparend mit künstlichem Licht, Sauerstoff und einer Nährstofflösung versorgt, statt sich die Stoffe aus dem Erdreich zu ziehen.

Mit technischen Hilfsmitteln können wir diese Systeme automatisieren und Aufwand sparen. So können wir auch in Großstädten selbst Gemüse anbauen und uns bewusst und gesund ernähren sowie die Umwelt schonen.