Die beste Baumschere für den perfekten Schnitt


Werden Bäume und Sträucher irgendwann mal zu groß, werfen zu viel Schatten oder benötigen einen Formschnitt, kann einem die Höhe, in der die Äste abgeschnitten werden solllen, schonmal ein wenig Respekt einflössen.

Einen hohen Baum mit Höhenangst schneiden, ist selten eine gute Idee und birgt Gefahrenpotenzial.

Mit einer speziellen Teleskop Baumschere ist die Baumschnittarbeit dafür allerdings deutlich einfacher und weniger herausfordern.

Kann man doch vom Boden aus oder maximal von einen kleinen Leiter aus bestimmte Äste gezielt schneiden und kürzen.

Beste Baumschere für Pflege- und Erhaltungsschnitte

Wir haben hier einen umfangreichen Praxistest gängiger Baumscheren durchgeführt und die beste Baumschere im Test als Testsieger gekührt.

Titel
Fiskars Quick Fit
Gardena Bypass Schere
Wolf Garten RR200
Spear & Jackson 8200RS
Typus
Fiskars QuikFit Amboss-Baumschere für trockenes und hartes Holz bis Ø 3,2 cm, Gerätekopf, Stahl/Kunststoff, Schwarz/Orange, 1001410
Gardena combisystem-Bypass-Baumschere: Astschere mit 5-fach Rollenübersetzung für kraftsparendes Schneiden von Ästen bis 35 mm Durchmesser mit 4,7 m reißfestem Zugseil und D-Griff (298-20)
WOLF-Garten RR200 - 2-schneidige Baumschere POWER DUAL CUT RR 200; 73ACA001650
Spear & Jackson 8200RS Razorsharp Easy Reach Astschere
Bezeichnung
Fiskars QuikFit Amboss-Baumschere für trockenes und hartes Holz bis Ø 3,2 cm, Gerätekopf, Stahl/Kunststoff, Schwarz/Orange, 1001410
Gardena combisystem-Bypass-Baumschere: Astschere mit 5-fach Rollenübersetzung für kraftsparendes Schneiden von Ästen bis 35 mm Durchmesser mit 4,7 m reißfestem Zugseil und D-Griff (298-20)
WOLF-Garten RR200 - 2-schneidige Baumschere POWER DUAL CUT RR 200; 73ACA001650
Spear & Jackson 8200RS Razorsharp Easy Reach Astschere
Bewertung
Preis
39,99 EUR
46,12 EUR
89,95 EUR
55,20 EUR
Titel
Fiskars Quick Fit
Typus
Fiskars QuikFit Amboss-Baumschere für trockenes und hartes Holz bis Ø 3,2 cm, Gerätekopf, Stahl/Kunststoff, Schwarz/Orange, 1001410
Bezeichnung
Fiskars QuikFit Amboss-Baumschere für trockenes und hartes Holz bis Ø 3,2 cm, Gerätekopf, Stahl/Kunststoff, Schwarz/Orange, 1001410
Bewertung
Preis
39,99 EUR
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Titel
Gardena Bypass Schere
Typus
Gardena combisystem-Bypass-Baumschere: Astschere mit 5-fach Rollenübersetzung für kraftsparendes Schneiden von Ästen bis 35 mm Durchmesser mit 4,7 m reißfestem Zugseil und D-Griff (298-20)
Bezeichnung
Gardena combisystem-Bypass-Baumschere: Astschere mit 5-fach Rollenübersetzung für kraftsparendes Schneiden von Ästen bis 35 mm Durchmesser mit 4,7 m reißfestem Zugseil und D-Griff (298-20)
Bewertung
Preis
46,12 EUR
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Titel
Wolf Garten RR200
Typus
WOLF-Garten RR200 - 2-schneidige Baumschere POWER DUAL CUT RR 200; 73ACA001650
Bezeichnung
WOLF-Garten RR200 - 2-schneidige Baumschere POWER DUAL CUT RR 200; 73ACA001650
Bewertung
Preis
89,95 EUR
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Titel
Spear & Jackson 8200RS
Typus
Spear & Jackson 8200RS Razorsharp Easy Reach Astschere
Bezeichnung
Spear & Jackson 8200RS Razorsharp Easy Reach Astschere
Bewertung
Preis
55,20 EUR
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Platz 1: Fiskars Quickfit Amboss-Baumschere

Der Gewinner in unserem Test und die derzeit wohl beste Baumschere am Markt ist die Fiskars Quickfit Amboss Baum- und Astschere. Flexibel anwendbar und vor allem erweiterbar, kann diese Teleskopschere für Bäume auf bis zu 4m verlängert werden, um auch in höheren Gefilden präzise schneiden zu können. Ohne Leiter können so Äste in 6m Höhe erreicht werden. Wie von Fiskars gewohnt, besteht das Schneidwerkzeug aus gehärtetem Stahl. Der Schneidkopf ist drehbar und somit sehr flexibel zu nutzen.

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist bei diesem Produkt hervorragend, nimmt man die Langlebigkeit als Maßstab mit an. Für uns der absolute Testsieger mit Kaufempfehlung.

Platz 2: Wolf Garten RR200

Wie auch beim Testsieger kommt die Wolf-Garten RR20 mit Teleskop auf ca. 4m und überzeugt im Praxistest mit einer sehr präzisen Schnittführung ohne auszufransen. Es gibt sogar 2 Schnitt-Modi, einmal für dünne und einmal für dickere Äste, die die Arbeit deutlich vereinfachen. Aststärken bis 32mm sind damit kein Problem.

Platz 3: Gardena Bypass

Die Gardena Bypass Baumschere erhält hier nur den dritten Platz, da die Tekleskopstange nur 3,5m lang ist und schlichtweg nur kleine Äste geschnitten bekommt. Für Senioren und Frauen ist die Schere gut, für größere Schnitte in weiter oben gelegenen Baumkronen aber nicht geeignet. Der Schneidkopf kann auch hier gedreht werden. Die Ausführung und Verarbeitung ist wie von Gardena bekannt hochwertig.

Die besten Baumschnitt Tipps

In der freien Natur kommen Bäume und Sträucher für gewöhnlich ohne Rückschnitt aus. Denn dort können sie sich nach Herzenslust entfalten. Der Standort entscheidet oftmals darüber, ob Bäume schneiden erforderlich ist oder nicht. In Gärten gedeihen häufig Obstbäume, die über einen eigenen Charakter verfügen und auf regelmäßig stattfindende Rückschnitte angewiesen sind. Ebenso ein gezielt ausgewählter Hausbaum, der vielleicht der einzige auf dem ganzen Grundstück ist, verlangt es unter Umständen nach regelmäßiger Pflege. Die Kultivierung erfolgt mehrheitlich in der Nähe des Wohnhauses oder auf privat genutzten Streuobstwiesen.

Weshalb Bäume schneiden?

Mehrere Argumente sprechen für den Baumschnitt:

  • Fehlender Raum zur Ausbreitung
    Wenn es mit den Jahren an Platz für den immer größer werdenden Baum mangelt, bleibt nur die Schere als Alternative. Wobei Sie bedenken sollten, dass ein Baum nach einem starken Rückschnitt vermehrt austreibt. Ein Baum versucht stets sein natürliches Gleichgewicht aus Krone und Wurzeln aufrechtzuerhalten. Werden zu viele Äste und Zweige entfernt, bemüht sich der Baum zum schnellstmöglichen Ausgleich dieser Unausgewogenheit, indem er seine Kraft vermehrt ins Wachstum steckt.
  • Gesunderhaltung des Baumes
    Rückschnitte fördern die Vitalität eines Gehölzes und korrigieren Fehlentwicklungen. Stoßen im Wind wiegende Äste aneinander, behindern sie sich gegenseitig oder es kommt zu Reibungsschäden an den Rinden, in die Bakterien und Viren eintreten.
  • Sicherheit gewähren
    Bäume mit Totholz stellen eine potenzielle Gefahrenquelle dar. Herabfallende Äste können Menschen verletzen oder Sachen beschädigen. Die Verkehrssicherungspflicht liegt beim Grundstücksbesitzer. Verstöße haben womöglich Schadensersatzansprüche zur Folge.
  • Vergreisung entgegenwirken
    Wenn der Baum im Rahmen jährlich wiederkehrender Gartenarbeit und Schnitten jährlich zur Neubildung von Trieben gezwungen wird, findet nach und nach eine allgemeine Verjüngung statt.
  • Ertrag steigern
    An Obstbäumen wächst ein Großteil der Früchte am zweijährigen Holz heran. Turnusgemäß durchgeführte Rückschnitte verbessern demzufolge die Ernte. Außerdem gelangen an ausgelichteten Bäumen mehr Sonnenstrahlen bis zu den Früchten, was den Reifeprozess unterstützt. Schnittmaßnahmen an Ziergehölzen regen die Blühfreude der Gewächse an.
  • Ästhetisches Wuchsbild des Baumes erhalten
    Der Dekoration dienende Gehölze besitzen oftmals eine Kugel- oder Kegelform. Um eine solche extravagante Silhouette zu bewahren, ist das Einkürzen von Trieben, die die Form verunstalten, unerlässlich.

Welche Bäume schneiden?

Nadelbäume werden grundsätzlich nicht geschnitten oder nur leicht eingekürzt. Lediglich die Eibe bildet eine Ausnahme bei der Nutzung als Sichtschutz oder Hecke.

Obstbäume, die nicht kupiert werden, altern schneller. Durch die Last der Früchte brechen eventuell Äste unkontrolliert ab oder der Baum geht sukzessive ein.

Zierbäume wie Fächerahorn, Magnolie und Zaubernuss reagieren auf kräftige Rückschnitte eventuell sensibel. Kürzen Sie diese Gehölze deshalb nicht allzu stark und dafür öfters ein.

Wann Bäume schneiden?

Zwischen 1. März und 30. September sind gemäß Bundesnaturschutzgesetz größer ausfallende Rückschnitte an Bäumen verboten. Festgelegte Fristen verhindern, dass Brutnester beschädigt und Vögel bei der Aufzucht ihrer Jungen gestört werden.

Falls nötig, ist ab März nur ein geringfügiger Form- oder Pflegeschnitt erlaubt. Es unterstützt die heimische Vogelwelt, wenn auch bei kleinen Maßnahmen auf Nistplätze geachtet und notfalls auf das Schneiden verzichtet wird. Im Sommer kann es durchaus sein, dass Rinden, die vorher beschattet waren, eine plötzlich stattfindende Sonneneinstrahlung nicht vertragen. Sonnenbrand erkennen Sie an aufgeplatzten Borken.

Im Spätwinter (bis Ende Februar) schneiden bringt folgende Vorteile mit sich:

  • Kahle Bäume gewähren einen besseren Überblick über den Ist-Zustand und erleichtern die Auswahl der Äste und Zweige, die entfernt werden sollten.
  • Die Bäume befinden sich noch in Saftruhe. Im Winter stellen Laubgehölze ihren Wasser- und Nährstofftransport ein, zumal sich keine Blätter mehr am Geäst befinden. Im Kontrast dazu läuft der Stoffwechsel während der warmen Saison auf Hochtouren und Schnitte „bluten“ verstärkt aus. Der Wurzeldruck, der das Laub mit Wasser versorgt, lässt den Pflanzensaft aus den Wunden fließen. Dieser Verlust ist mit einer Schwächung des Baumes verbunden.
  • Zügige Wundheilung, denn im Spätwinter steht der Austrieb kurz bevor. Deshalb verschorfen offene Stellen in der Folgezeit relativ rasch.
  • Bei Regen oder Schneefall Bäume schneiden erhöht das Risiko von Pilzerkrankungen. Sie sollten zudem frostfreie Tage wählen, weil das Holz bei Minusgraden während des Schnittvorgangs leicht splittert.

Ausnahmen bestätigen die Regel, so auch beim Obstbaumschnitt. Für den Kirschbaum und anderes Kernobst empfiehlt sich die Reduzierung des Baumvolumens direkt nach der Ernte, spätestens bis September. Dieser Eingriff bremst das üppige Wachstum im Sommer und die Wunden schließen sich noch bis zum Winter. Meist ist im Frühjahr vor der Blüte noch ein Korrekturschnitt angebracht.

Baumschnittarten

Erziehungsschnitt

Junge Bäume alljährlich stutzen kommt dem Aufbau eines starken Kronengerüstes zugute. Dabei nimmt die arttypische Wuchsform eine zentrale Rolle ein. Der Schnitt dient in diesem Fall der Bildung stabiler Tragäste, indem steil nach oben gerichtete Triebe komplett entfernt und die Spitze der Stammverlängerung sowie Enden der Hauptäste gekappt werden. Bei wuchskräftiger Unterlage dauert die Erziehungsphase mindestens 7 Jahre.

Pflege- bzw. Erhaltungsschnitt

Konkurrenzzweige am Mitteltrieb, senkrechte Wassertriebe und zu dicht stehende Äste herausnehmen führt zu einer besseren Licht- und Luftdurchlässigkeit der Krone.

Verjüngungsschnitt

Wenn der Obstertrag deutlich nachlässt oder der Baum länger nicht geschnitten wurde und deutlich an Dynamik verliert, sollten Sie einen Verjüngungsschnitt vornehmen. Dazu lichten Sie vorrangig die Krone großzügig aus und beseitigen alte Fruchtäste.

Formschnitt

Damit ein Baum seine ihm zugedachte Form behält, müssen kontinuierlich Rückschnitte erfolgen.

Tipp: Für diese Art von Schnitt sind nicht unbedingt manuell zu betätigende Scheren sinnvoll. Besonders bewährt haben sich hier Scheren mit Akku, da diese eine elektrische Unterstützung besitzen und die Schnittführung weitaus schneller von der Hand geht.

Werkzeug für den Baumschnitt

Welche Geräte werden benötigt? Nur mit Säge ausgerüstet lässt sich die Aufgabe nicht bewältigen. Vielmehr bedarf es diverses Zubehör, das unterschiedliche Anforderungen erfüllt:

Gartenschere

Mit einer handlichen Gartenschere können Sie dünne Zweige (z. B. Wassertriebe) abzwicken.

Baumschere

Für Gehölze bis zu 4 cm Durchmesser leistet ein Schneidewerkzeug mit langen Griffen wertvolle Dienste. Sich überkreuzende Schenkel, die mit beiden Händen gefasst werden, erhöhen die Hebelwirkung. Modelle mit Teleskop erreichen auch höher platzierte Zweige und Äste.

Astsäge

Klassische Kettensägen sind eher Stämmen und dicken Ästen vorbehalten. Eine Alternative stellt den Baumschnitt mit Säbelsäge dar. Diese Motorsäge hat beim Schneiden ohne Ausrisse ganz klar die Nase vorn. Das Sägeblatt durchtrennt mittels Hubbewegung sauber die Äste. Praktikabel ist zudem die Zugänglichkeit an schwierigen Stellen. Ansonsten erfreuen sich manuelle Sägen nach wie vor großer Beliebtheit. Die gebogene Form erleichtert das Schneiden über Kopf. Traditionelle Bügelsägen zerteilen auf Hub und Schub und fressen sich relativ schnell durch das Holz, geschärfte Zacken vorausgesetzt.

Leiter

Die obere Baumkrone ist eventuell nur mit einer Leiter erreichbar. Klappleitern gewähren einen sicheren Stand. Wird eine Stufenleiter am Baum abgestützt, sollte der Winkel stimmen und ein gesunder und stabiler Ast in Stammnähe den Vorzug erhalten. Unebenheiten des Bodens gilt es vor dem Aufstieg auszugleichen.

Wichtig: Scharfe Klingen erzeugen präzise und glatte Schnitte. Werden Äste hingegen von stumpfen Klingen gequetscht und es kommt zu ausgefransten Schnitten, dauert es lange, bis sich die Wunden schließen.

Anleitung Pflegeschnitt

In Baumschnittkursen wird eine fachgerechte Vorgehensweise vermittelt. Dort veranschaulichen Experten, welchen Regeln die einzelnen Schritte unterliegen. Unter Beachtung folgender Punkte lässt sich die Praxis auch ohne Schulung lernen:

  • Zunächst alle bereits abgestorbenen Äste und Zweige beseitigen.
  • Insbesondere Obstbäume bringen Wasserschosser hervor. Es handelt sich hierbei um dünne, direkt aus Ästen sprießende und kerzengerade in die Höhe wachsende Wassertriebe. An ihnen gedeihen keine Früchte und kosten den Baum unnötig Energie. Somit sollten sie weichen.
  • Steil nach oben oder nach innen wachsende Äste stören die Gesamterscheinung des Baumes. Sie verdichten die Krone und beeinträchtigen den Lichteinfall. Nach dem Ausputzen wirkt der Baum weniger wuchtig.
  • Seitenäste dürfen nicht zu nah beieinanderstehen, damit sie nicht aneinander reiben und sich gegenseitig abschürfen.
  • Extrem nach unten hängende Äste können bei Fruchtbehang brechen und sollten deswegen verkürzt werden.
  • Leitäste stehen im Idealfall ausgeglichen verteilt und gehen in etwa gleicher Höhe vom Stamm ab, damit der Baum seine Balance behält.
  • Wird ein Trieb nicht an der Basis weggenommen, sondern lediglich eingekürzt, setzt ein leicht schräger Schnitt in kurzem Abstand zu einem Außenauge an. Dorthin, wo die noch schlafende Knospe weist, in diese Richtung wird sich der neue Seitentrieb entwickeln. Das Auge sollte folglich nicht nach oben zeigen. Knospen vertrocknen, wenn zu nah an ihnen geschnitten wird. Ist der Abstand zu groß, bleibt ein hässlicher Stummel zurück.

Übrigens: Ein paar Schritte vom Baum entfernt lässt sich das Ausmaß des Baumschnitts besser einschätzen. Auch das Ergebnis oder ob noch nachgebessert werden muss, ist auf diese Weise gut ersichtlich.

Behandlung der Schnittstellen

Gelegentlich wird zum Verschluss der Schnittstellen geraten, damit in die offenen Wunden keine Bakterien und Pilzsporen eindringen können. Für diesen Zweck bietet der Handel spezielle Produkte an. Holzkohlepulver, Kalk und Lehm werden ähnliche Eigenschaften zugesprochen. Nach neuen Erkenntnissen besteht jedoch keine Notwendigkeit für derartige Maßnahmen, weil die Gewächse über genug Selbstheilungskräfte verfügen. Aber nur, wenn es sich um gesunde Bäume sowie glatte und ordnungsgemäße Schnitte handelt. Wunden hermetisch versiegeln behindert zudem jeglichen Sauerstoffaustausch, was die Geweberegeneration deutlich hemmt.

Was bedeutet „auf Astring schneiden“?

Zuerst wird ein Ast in etwa 30 cm Entfernung vom Stamm von unten an- und direkt dahinter durchgesägt, so dass ein Stumpf übrigbleibt. Auf diese Weise verringern Sie das Gewicht des Astes und verhindern, dass die Rinde später am eigentlichen Schnittpunkt einreißt. Anschließend setzt die Säge dicht neben dem Astring in nahezu paralleler Richtung zum Stamm an. Ein zu tief ausgeführter Schnitt durchdringt das Stammgewebe und behindert das baumeigene Abwehrsystem samt Wundversorgung.

Von Überwallung sprechen die Fachleute, wenn der Baum Gewebe bildet, das offene Stellen schließt. Starkastschnitte (mehr als 10 cm Durchmesser) sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden. Oben in der Krone empfiehlt sich grundsätzlich das Auslichten statt Entfernung kompletter Äste.

Bäume nach Mondphasen schneiden

Ein neuer Trend geht von vorteilhaften und ungünstigen Tagen beim Baumschnitt aus. Bei dieser Methode wird die Gestalt des Mondes am Nachthimmel zur Bestimmung idealer Zeiten herangezogen. Es heißt, dass sich abnehmender Mond am besten zum Schneiden von Bäumen eignet, mit der Begründung, dass zu dieser Zeit die Erde einatmet und sich die Pflanzensäfte zurückziehen. Auf den Baumschnitt bezogen, tritt offenbar beim Schneiden von Gehölzen keine oder nur wenig Flüssigkeit aus.

Wo das Schnittgut entsorgen?

Grüngutannahmestellen und Wertstoffhöfe nehmen die angefallenen Äste und Zweige an. Oder Sie häckseln selbst. Mit Messern versehene Schreddergeräte zerkleinen das Schnittgut und spucken kleine Schnipsel aus. Andere Modelle funktionieren mit Walzen. Beide Ausführungen gibt es in Elektro- und Benzin-Ausführung. Die erzeugten Holzschnitzel ergeben in Verbindung mit Gemüseabfällen ein hervorragendes Kompostmaterial. Klein gemachtes Holz verrottet viel rascher als große Stücke.

Den herangereiften Kompost können Sie in Blumenerde untermischen, als Dünger im Garten nutzen oder zum Mulchen der Beete gebrauchen. Die Holzfragmente eignet sich auch gut zum Mulchen. Eine Schicht davon auf Blumenbeete oder unter Sträuchern ausgebracht, hindert Unkraut am Wachstum.

Sicherheit geht vor

Zum Equipment gehört zwingend eine Ausrüstung, die Verletzungen vorbeugt. Dazu gehören Arbeitshandschuhe, Schutzbrille und schnittschutzsichere Kleidung. Wenn Sie auf eine Leiter oder direkt auf den Baum klettern, sollten Sie sich an einem starken Ast anleinen.