Ein Obstgarten ist etwas herrliches und bietet allerlei Vorteile gegenüber normalen Gartenanlagen. Man hat stets in der Erntezeit mehr als genug frisches Obst sowie Früchte aus der eigenen Anzucht und erfreut sich an den prächtigen Obstbäumen. Viele Gärtner haben auch nur vereinzelt 1-3 Obstbäume im Garten stehen, damit die Erntearbeit nicht Überhand nimmt. Eines haben aber alle gemeinsam: Sie müssen sich um das unvermeidbare Fallobst kümmern.
Fallobst entsteht unweigerlich nämlich genau dann, wenn der Baum sich von befallenen Früchten befreit, oder aber ein stärkerer Wind einige Früchte vom Zweig abbrechen lässt. Es kann aus Äpfeln, Birnen, Kirschen oder auch Pflaumen bestehen. Aber kann man das gefallene Obst nicht einfach liegen lassen? Ansonsten wohin mit dem Fallobst?
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Problem Fallobst – liegen lassen und nicht entsorgen
Wer es wie in der freien Natur macht und das Obst auf dem Boden oder Rasen einfach liegen lässt, bekommt es gleich mit mehreren Problemen zu tun.
- Das Obst gärt und zersetzt sich langsam. Der Geruch lockt Wespen / Erdwespen an, so dann Fallobststellen bald nicht mehr sicher begangen werden können
- Matschiges Obst fängt an faulig zu riechen, was gerade im Garten nicht sehr angenehm ist.
- Die Rasenfläche darunter wird schleimig und matschig. Der Rasen wird es ihnen danken, wenn sie ihn von heruntergefallenen Obststücken befreien
- Das Grün wird geschädigt und bedarf einer umfangreichen Rasenpflege im Frühjahr
- Man züchtet ungewollt Schädlinge, die sich im faulen Obst am Boden gemütlich machen

- Man schafft Nährboden für Pilze
- Es werden Ratten angelockt
- Durch Geruch und Ungezieferbeläsigung kann es Ärger mit den Nachbarn geben.
Mehr Gründe als genug um sich Gedanken darüber zu machen wie man Fallobst entsorgen kann, beseitigt oder sinnvoll verarbeitet. Dies kann durchaus einige Vorteile bringen, wie im Laufe dieses Beitrags erklärt wird.
Fallobst aufsammeln und entsorgen – So geht’s richtig
In den meisten Fällen ist es eine bessere Idee abgefallenes Obst vom Boden zu sammeln, regelmäßig zu beseitigen und gegebenenfalls auch richtig zu entsorgen, sofern es als unverwertbar eingestuft wird. Ob das Obst auf dem Gehweg, einem Gartenweg, in einem Beet oder auf dem Rasen liegt ist dabei erstmal egal. Hauptsache man macht sich zur Arbeitsroutine im Herbst bzw. Spätsommer regelmäßig mehrmals die Woche vereinzelte Früchte mit einem Eimer, Korb oder Sack aufzusammeln.
Tipp: Besonders leicht geht dies mit einem Fallobstsammler
- Bequemes Sammeln von Früchten und Fallobst: Sammeln Sie mühelos Obst in Größen von ca. 4 bis 9 cm ganz ohne Bücken
- Aufsammeln auch an schwer zugänglichen Stellen: Durch die Schaufelfunktion könnnen Sie die Früchte auch an schwer erreichbaren Stellen aufsammeln, z.B. direkt neben den Bäumen
- Einfaches Entleeren: Durch die seitliche Öffnung erfolgt das Entleeren des Obstsammlers komfortabel im Stehen
- Wie es gemacht ist: Das Roll-In ist ein Gerät, das das manuelle Sammeln von runden Gegenständen vom Boden erleichtert. Stärkt und verbessert die Funktion des traditionellen Rechen erheblich. Im Obstbau wird es zur Ernte von Trockenfrüchten und in einigen Fällen auch frisch verwendet. Im Sport wird es zum Sammeln von Golf- und Tennisbällen verwendet. Konzeptionell ist es ein Käfig aus elastischen Stahldrähten, der über den Boden rollt und das, was bei seinem Durchgang trifft, dank der Elastizität seiner Fäden, die sich bei einem Hindernis auseinanderziehen und sich dann wieder verschließen. Schließt flache oder längliche Gegenstände und wenig Masse wie Blätter und Hölzer von selbst aus. Die Stärke des Roll-In ist das einzigartige, patentierte System der Flansche, die die Stahldrähte an ihrem Platz halten und es ermöglichen, sie für eventuellen Austausch zu zerlegen oder die Anzahl zu verringern, was hilfreich sein kann, um von der Ernte einer kleinen zu einer größeren Frucht umzusteigen. Im Lieferumfang ist eine Vorrichtung für den Auffangbehälter enthalten, die das Öffnen der Maschen und somit das Herausnehmen des Produkts erleichtert.
- ANWENDUNGSBEREICHE: In der Landwirtschaft ist der Roll-in sehr nützlich, wo die Ernte praktisch nur manuell erfolgt, vor allem für Kastanien. Dort, wo die Ernte teilweise mechanisiert wird, wie Oliven, Haselnüsse und Nüsse, greift Roll-In bei früheren Trimmen oder Fallen auf den Boden ein, beispielsweise bei Oliven nach einem Gewitter. Es ist bekannt, dass die Qualität von Öl, aber auch von Nüssen und Haselnüssen erheblich verbessert wird, wenn die Früchte nicht auf dem Boden bleiben, sondern mit dem Fallenlassen geerntet werden. Im Garten wird Roll-in zur Reinigung von Buchenfrüchten, Ginko-Früchten und allem anderen, das auf den Boden fallen und den Rasen verschmutzen kann.
- Vorteile: Roll-in hilft Ihnen beim Aufheben und bleibt aufrecht: Rückenschmerzen nach Tagen beim Aufheben von Bücken am Boden gehören der Vergangenheit an. Die Arbeit wird viel schneller und produktiver sein. Kümmern Sie sich um Ihren Rücken, indem Sie dieses einfache Gerät verwenden, das kein Benzin, Strom oder Wartung erfordert, es wird Sie überraschen, wie einfach zu bedienen und effektiv ist.
Der Fallobstsammler ist dabei ein einfach manuell zu bedienendes Gartenwerkzeug welches viel Arbeit und lästiges Bücken spart. Eine Art rollende Spirale ist an einem Stiel angebracht, mit dem man das Drahtgeflecht spielend leicht über den Rasen rollen kann. Das alte Obst bleibt im Behälter stecken und lässt sich bequem aufsammeln.
Alternativ funktioniert dies auch mit einem Laub-Rechen, ist aber arbeitsintensiver. Beim Sammeln an sich sollte man sich an der Art des Fallobstes orientieren, da es hier durchaus Unterschiede gibt.
Fallobstteil mit Wurmbefall: Sollte möglichst täglich aufgesammelt werden und idealerweise gleich in der Biotone entsorgt werden. Die Würmer vermehren sich ansonsten sehr schnell und greifen im nächsten Frühling gleich wieder die Früchte an.
Fruchtfäule am Baum: Diese Früchte am besten im gleichen Arbeitsschritt mit vom Baum nehmen und fachgerecht entsorgen. So kann man gezielt zukünftiges Fallobst vermeiden.
Nicht geerntetes Obst: Dies fällt meist dann vom Baum wenn es überreif ist und muss nicht sofort beseitigt werden, da es nur kleine Druckstellen aufweist und sogar noch selber gegessen werden kann bzw. es an Tiere verfüttert werden kann.
Entsorgung von Fallobst jeder Art
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten auch größere Mengen an Fallobst zu entsorgen und loszuwerden. Ein paar gängige und jedermann zugängliche Varianten wollen wir hier vorstellen.
Möglichkeit 1: Biotonne
Genauso wie Küchenabfälle kann verdorbenes und abgefallenes Obst von den Bäumen in die Biotonne gegeben werden. Einfach die gesammelten Stücke einmal wöchentlich in die grüne Tonne legen und verschließen.
Möglichkeit 2: Kompostieren
Kleinere Mengen können dem Kompost beigemischt werden. Es sollte hierbei stets auf eine gute Belüftung geachtet werden. Dazu immer mal wieder mit Laub oder Schnittabfällen mischen. Fallobst kompostieren funktioniert sehr gut und schnell. Nächstes Jahr hat man wertvollen, natürlichen Dünger zur Verfügung.
Möglichkeit 3: Vergraben
Abgefallenes Obst kann auch gezielt vergraben werden, so dass es direkt im Erdreich verrottet und Nährstoffe an den Boden abgibt. Es fungiert so als Dünger und kann je nach Art des Gartenbodens Sinn machen. Hierzu im Beet allerdings mindestens 50cm tief sowie weit entfernt von Wurzeln der Pflanzen graben, da ansonsten Tiere das Obst wieder ausbuddeln und die Fäulnis auf die Pflanzen übergreifen kann.
Möglichkeit 4: Wertstoffhof
Jede Gemeinde oder Stadt verfügt über einen Wertstoffhof, in dem man meist kostenlos größere Mengen an unverwertbaren Obststücke abgeben und fachgerecht entsorgen kann.
Möglichkeit 5: Ins Hochbeet füllen
Wer ein Hochbeet besitzt, kann es zusammen mit dem Rasenschnitt und anderem Schnittgut ins Hochbeet einfüllen. Hierbei allerdings auf die richtigen Schichten achten.
Auf keinen Fall sollte Fallobst im Wald oder auf irgendeiner öffentlichen Wiese entsorgt werden. Wer denkt, er macht den Wildtieren damit eine Freude, hat nicht dir Rechnung mit der Gemeinde gemacht, die hierzu bereits saftige Bußgelder verhängt hat.
Fallobst nutzen, lagern oder verwerten – Ideen und Tipps
Nicht immer muss man abgeworfene Früchte komplett entsorgen, denn bis auf ein paar Druckstellen sind sie in der Regel noch völlig intakt und können sinnvoll in Küche und Garten verwertet werden wenn man denn schnell ist.
Idee 1: Entsaften
Wer einen Fruchtentsafter hat, kann sich so schnell einen leckeren Obstsaft anfertigen. Sammeln sie hierzu nur die nicht vom Wurm befallenen, intakten Früchte auf und verwerten sie das gesunde Naturprodukt direkt im Mixer.
Idee 2: Obstkuchen
Alternativ machen sie einen schönen Obstkuchen aus abgeworfenen aber intakten Birnen, Pflaumen oder Äpfeln. Wenn es zu viele sind, verschenken sie diese an den Nachbarn.
Idee 3: Tieren spenden
Wer Pferde und andere Tiere in der Nähe hat, kann die Fallobstsammlung spenden. Pferde freuen sich über frisches Obst immer.
Idee 4: Ein paar Stücke für den Igel
Wer regelmäßig einen Igel im Garten hat und diesem etwas Gutes tun möchte, legt ein paar Stück unter das Laub in einer Ecke.
Idee 5: Mosterei
Wer große Mengen Fall-Obst hat, kann alles zu einer Mosterei bringen und als Gegenleistung Direktsaft zurück. Das ist praktisch, schmeckt und ist sehr gesund.
Idee 6: Mus und Marmelade
Sehr gut schmeckend sind immer auch Mus und Marmelade aus der eigenen Obsternte. Wer ein paar gute Küchenrezepte kennt, kann das Obst damit sinnvoll verwerten ohne es wegschmeoßen zu müssen.
