Die besten Duftkräuter im Garten


Auswahl an DuftkräuternGehören Sie zu den Menschen, denen blühende und duftende Gewächse große Freude bereiten? Dann vergessen Sie bitte nicht, dass auch Kräuter mit einem beeindruckenden Blütenschmuck begeistern. Manche Spezies blühen so schön, dass sie zum Innehalten und Träumen einladen.

Wird der florale Anblick von faszinierenden Wohlgerüchen begleitet, ähnelt der heimische Garten einer Aromatherapie. Gewürzkräuter verfeinern mit ihren kostbaren Essenzen selbst zubereitete Gerichte. Andere ergeben in Verbindung mit heißem Wasser leckere Kräutertees.

Wir haben in diesem Beitrag die besten Duftkräuter für den Garten zusammengestellt, die Ihn nicht nur anreichern und verschönern, sondern eben auch mit ihrem einzigartigen Düften verzaubern. Sie unterscheiden sich durchaus von den allgemeinenen Garten- und Wildkräutern. Zu den Vertretern, die mit einem Potpourri an Düften aufwarten, gehören:

Eberraute

Die Pflanzengattung Artemisia umfasst unter anderem Wermut, Beifuß und die Eberraute. Alle drei Varianten verbreiten sympathische Gerüche. Wobei die bis 150 cm hoch wachsende Eberraute für gewöhnlich den Vorzug erhält, denn sie besitzt ein filigranes Laub und präsentiert sich auch im Winter als Blickfang. Ihr Duft ähnelt einer Mischung aus Zitrone und Kampfer.

Gelegentlich ist von einem Cola-Aroma die Rede. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, hat die Eberraute heute als Heil- oder Gewürzpflanze an Bedeutung verloren. Dennoch hält die Eberraute nach wie vor in Grünbereichen Einzug. Kleine, eher unscheinbare Blüten mit weißer oder gelblicher bis blassgrüner Färbung befinden sich an dichten, 10 bis 20 cm langen Rispen.

Die Pflanzen blühen von Juli bis September. Was den Untergrund betrifft, begnügen sie sich mit normalem Gartenboden.

Tipp: Eberrauten ergeben eine ansprechende Hintergrundbepflanzung. Oder Sie verwenden die aufrechten Büsche zur Einfassung getrennter Bereiche.

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Katzenminze

Für die Gattung aus der Familie der Lippenblütler existieren mehrere Namen, die alle auf die Beziehung zu samtpfötigen Haustieren hinweisen: Katzenminze, Katzenmelisse und Katzenkraut.

Wegen des fruchtigen Geruchs der Staude klappt das Katzen Vertreiben überhaupt ncht, denn hierrauf reagieren die Tiere tatsächlich wie magisch angezogen. Miezen dösen gerne in unmittelbarer Nähe oder wälzen sich in den dicht verzweigten Stängeln.

Auch wir Menschen können eine gewisse Ausstrahlungskraft nicht leugnen. Von Ende April bis Anfang September bringt die Minze in Scheinquirlen sitzende, lilafarbene Blüten hervor. Es gibt auch weiße Exemplare. Beide Abwandlungen duften fantastisch und sind winterhart. Wuchshöhen bis 100 cm sind bei der Echten Katzenminze keine Seltenheit.

Die horstig wachsenden Büsche bevorzugen wasserdurchlässige und nicht zu Verdichtung neigende Böden.

Tipp: Katzenminze imponiert sowohl im Beet als auch im Kübel auf Balkon oder Terrasse.

Lavendel

Lavendelmeer im SteingartenWer schon einmal in der Provence bei Grasse unterwegs war, weiß wie überwältigend Lavendelfelder duften. Die zwischen Meer und Bergen angesiedelte Hauptstadt des Parfüms lockt alljährlich Tausende von Touristen an.Also warum nicht selber im eigenen Garten ein solches Durftparadies schaffen?

Wohlgerüche der silbergrauen, nadelförmigen Blätter und der optische Zauber der violett-blauen Blütenstände machen Lavendel zu einer der beliebtesten Kräuterpflanzen in Gärten.

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) verfügt über die offizielle Anerkennung als Heilpflanze. Das Wirkungsspektrum reicht von Nervosität über innere Unruhe bis zu Angstzuständen. Privater Gebrauch schließt ferner Duftsäckchen und gebundene Trockensträuße ein.

Der mediterrane Halbstrauch genießt die Sonne und fühlt sich auf sand- oder kies- sowie kalkhaltigen Böden wohl. Der Wuchs beschränkt sich auf maximal 80 cm.

Jährliche Rückschnitte nach der Blüte um etwa Zweidrittel, so dass nur noch wenig Laub verbleibt, bewirken einen dauerhaft kompakten Wuchs.

Mädesüß

Das heimische Duftkraut hält zur Blütezeit von Juni bis August ein mandel- bis honigartiges Aroma bereit. Abends erreicht die unsichtbare Absonderung ihre höchste Intensität. Heilwirkungen werden nur dem Echten Mädesüß mit der botanischen Bezeichnung Filipendula ulmaria zugesprochen.

Innerhalb der botanischen Systematik gehört die Gattung Mädesüß zur Familie der Rosengewächse. Trichterrispige Blütenstände mit unzähligen Einzelblüten leuchten in creme-weißer Farbe. Mädesüß tritt in der freien Natur vorwiegend auf Feuchtwiesen und Auenwäldern in Erscheinung.

Favorisiert werden sonnige bis halbschattige Lagen mit nährstoffreichen und schwach bis mäßig sauren Böden.

Dem Duftkraut sagt sogar ein Stand im flachen Wasser zu, wie etwa an Teichrändern oder Bachufern. Unter guten Bedingungen ragen die Stängel bis 150 cm nach oben.

Pfefferminze

kräftige Pfefferminze In der Phytotherapie ist Pfefferminze nicht wegzudenken. Schon unsere Vorfahren schrieben dem Lippenblütler krampflösende (Magen, Darm) und entzündungshemmende (Halsschmerzen, Erkältung) Eigenschaften zu. Davon abgesehen wird Pfefferminztee von vielen als Genuss betrachtet. Kalt getrunken sorgt der gesunde Durstlöscher an heißen Tagen für vitalisierende Erfrischung. Der typische Geschmack geht auf den Gehalt an Menthol in den Blättern zurück. Pfefferminzstauden, die auch im Schatten gedeihen, schenken der Umgebung einen minzigen Charakter.

Sie verabscheuen vollsonnige Standorte. Blüten erscheinen von Juni bis September.

Tipp: Wurzelsperren hindern das verbreitungsfreudige, bis 90 cm hoch wachsende Kraut am Wuchern.

Rosmarin

buschiges RosmarinWie der wissenschaftliche Name Salvia rosmarinus verrät, zeichnet sich Rosmarin als Element der Gattung Salbei aus. Im Kontrast zu anderen Salbei-Arten, die im Sommer blühen, schmückt sich Rosmarin bereits von März bis Mai mit überwiegend blauen oder gegebenenfalls weißen bzw. rosafarbenen Blüten.

Auf einen Rückschnitt im Herbst oder Spätwinter sollten Sie verzichten, denn sonst fällt die Blühphase aus. Stattdessen liegt der ideale Zeitpunkt zum Schneiden umgehend nach der Blüte, so dass sich bis zum folgenden Frühjahr neue Triebspitzen bilden.

Die gesamte Pflanze sendet ein frisch-würziges Aroma aus. Rosmarin wünscht sich ein sonniges Ambiente. Unter eher trockenen Bedingungen entfalten Rosmaringewächse ihr volles Potenzial. Langandauernde Nässe hat häufig das Absterben des immergrünen Halbstrauchs zur Folge.

Salbei

saftiges SalbeikrautKein Kräutergarten ohne Salbei. Dass es sich um eine Pflanze mit gesundheitsfördernden Eigenschaften handelt, verrät der botanische Name Salvia (lat. salvus = gesund). Bereits 1998 wurde der Lippenblütler mit samtig behaarten, grau-grünen Blättern zur Heilpflanze des Jahres auserkoren.

Die Volksheilkunde rät zu Salbei bei Atemwegs- und Zahnfleischerkrankungen. Andererseits verleiht das Kraut Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten eine besonders schmackhafte Note. Sowohl die Blätter als auch die ährigen Blütenstände versprühen ein würzig-frisches Aroma.

Die meisten Arten wachsen als Halbsträucher heran. Wenn Sie die kleinen Büsche nach der Blüte und/oder im zeitigen Frühjahr zurückschneiden, hält sich das Verholzen in Grenzen. Ohne diese Pflegemaßnahme vergreist Salbei von innen heraus mit der Zeit.

Sortenabhängig erreicht das hochgeschätzte Duftkraut Wuchshöhen von 100 cm und mehr. Mit getrocknetem Salbei räuchern ist noch heute Bestandteil diverser Kulturen. Der herbe und harzige Duft des Rauches soll negative Energien vertreiben. Dessen ungeachtet erzeugen Sie mit zusammengebundenen und aufgehängten Sträußen auch ohne Räucherung eine angenehme Atmosphäre in der Wohnung.

Beliebte Salbei-Arten sind

  • Ananassalbei: rote Blüten, duftet nach Ananas.
  • Echter Salbei: kräftiges harziges Aroma
  • Feuersalbei mit knallig roten Blüten, nur die Blätter duften
  • Gelber bzw. Klebriger Salbei: verträgt lichtärmere Standorte
  • Muskatellersalbei: hellviolette, rosafarbene und weiße Blüten, zitrusartiger bis herb-würziger Duft.
  • Wiesensalbei: weniger intensiv duftend im Vergleich zu Echtem Salbei.

Nahezu alle der Gattung Salbei angehörigen Arten zählen zu den Sonnenkindern. Je mehr warme Strahlen auf sie treffen, desto üppiger die Blütenpracht, die von Juni bis September reicht.

Einen guten Salbei-Boden zeichnet Durchlässigkeit und nur geringen Nährstoffgehalt aus.

Hinweis: Wegen des hohen Thujon-Anteils (Bestandteil der ätherischen Öle) empfiehlt sich ein eingeschränkter Salbeitee-Konsum von maximal 2 Tassen täglich.

Thymian

Blühender ThymianDie an der Basis verholzenden Kleinsträucher finden vorzugsweise als Gewürz für Fleisch, Fisch und Soßen Verwendung. Darüber hinaus gilt Thymian in der klassischen Kräuterkunde als Mittel gegen Bronchitis, Katarrhen der oberen Luftwege und Mundgeruch.

Das belebende und herb-krautige Aroma wird zudem gerne zur Raumerfrischung genutzt. Für das perfekte Wohlfühlklima sollten Sie Thymian einen hellen, warmen und sonnigen Standort sowie einen mageren Boden gönnen.

Die Gewächse bedanken sich von Juni bis Oktober mit einer Fülle an rosa- bis lilafarbenen Blüten.

Sortenauswahl:

  • Echter Thymian (bis 40 cm hoch)
  • Sand-Thymian (Trivialnamen Feld-Thymian und Quengel, max. 10 cm hoch)
  • Zitronen-Thymian (weiß-grün bzw. gelb-grün gemustertes Laub, zitroniger Duft, bis 30 cm Wuchshöhe)

Ysop

Ursprünglich stammt Ysop (Hyssopus officinalis) aus Südeuropa. Bei uns behagen diesem Durftkraut trockene, kalkhaltige und sonnige Areale. Das Kraut mit kurz zugespitzten und direkt an den Trieben befindlichen Blättern gestattet eine würzig-süße, nach Kampfer riechende Duftwahrnehmung.

Zwischen Juni und September offenbaren sich blau bis violettfarbene Blüten an den langgezogenen, bis 60 cm hoch werdenden Stängeln.

Als Küchenkraut passt Ysop wunderbar zu Saucen, Suppen sowie Fisch, Wild und Geflügel.

Tipp: Schneiden Sie Ysop zweimal im Jahr und zwar jeweils nach der Blüte und im zeitigen Frühjahr bis kurz oberhalb der verholzten Teile ab, damit eine buschige Wuchsform entsteht.

Vorzüge von Duftkräutern

Altbewährte Gewächse erleben derzeit eine Art Renaissance. Rückbesinnung auf einstige Werte und Normen macht vor dem Ziergarten nicht halt. So wie das Interesse am Bauerngarten steigt, finden nun auch Kräuter wieder mehr Beachtung.

Eigens für Duftkräuter gelten folgende positiven Kriterien:

Pflegeleicht

In aller Regel sind es mehrjährige Stauden, die den Winter problemlos überstehen. Manche ziehen sich im Herbst komplett ins Erdreich zurück und treiben im Frühjahr wieder neu aus. Die Pflege der Gewächse nimmt wenig Zeit in Anspruch. Meist sind nur Rückschnitte und nach einiger Zeit eventuell die Verkleinerung des Wurzelballens nötig.

Nützlich gegen Schädlinge

Ätherische Öle in den Pflanzenzellen halten Schädlinge weitgehend fern. Viele Kräuter entzücken mit attraktiven Blüten. Der Duft zieht nicht nur Bestäubungstiere in seinen Bann. Auch wir Menschen genießen die erlesene Vielfalt.

Lebensraum für Nützlinge

Jeder, der sich dem Insektenschutz widmet, findet in Kräutern ideale Möglichkeiten zur Schaffung von Lebensräumen und Nahrungsquellen für Schmetterlinge, (Wild-)Bienen, Hummeln, Wespen, Käfern, Schwebfliegen und mehr.

Duftkräuter richtig anbauen in Beet oder Balkon

Idee zur Duftkräuterbepflanzung auf dem BalkonOb in einem separate Beetbereich im Garten oder auf dem Balkon – Mit der richtigen Lage zur Sonne und ein paar Kenntnissen über den benötigten Boden, gelingt jedem sein eigenes kleines oder großes Duftkrautparadies. Der Einsatz einer Kräuterspirale kann hier durchaus sinnvoll sein um den unterschiedlichen Standortanforderungen Genüge zu tun.

Möchte man eine wirkliche Duftkulisse mit Kräutern richtig anlegen, sollte darauf geachtet werden, dass zum Einen schwach duftende Kräuterpflanzen nicht in bodennähe gesetzt werden, sondern besser erhöht wie in einem Hochbeet. Zum Anderen ist die richtige Auswahl und Kombination von duftenden Kräutern entscheidend, denn manche duften Abends mehr als am Tag und andere wiederum morgends mehr als nachmittags. Stellt man sich so eine Kräuterduftkomposition geschickt zusammen, hat man den ganzen Tag über abwechslungsreiche, wohltuende Gerüche.

Ein weiterer Tipp ist die Beachtung der Duftstärke, denn nicht alle duften gleich intensiv. So sollte der Abstand von Duftkraut zur menschlichen Nase variiert und getestet werden um den bestmöglichen Effekt zu erzielen.

Steingarten mit Duftkräutern anlegen

Für eine vollsonnige Fläche bietet sich ein Steingarten mit Kräutern aus dem Mittelmeerraum an. Nicht zu verwechseln mit einem Schottergarten, der größtenteils mit Kies bedeckt ist. Diese Steinwüsten gewähren Insekten, Vögeln und Reptilien weder Nahrung noch Unterschlupfmöglichkeiten.

Mit einigen Findlingen oder größeren Bruchsteinen gestaltete Steingärten imitieren hingegen Landschaften im Gebirge. An Hanglagen fließt Regenwasser rasch ab, so dass es garantiert zu keiner Staunässe kommt. Herrlich duftende Kräutergärten spenden Erholung und Entspannung. Derartige Oasen aus Wohlgerüchen und prächtigen Farben unterstützen die körperliche und seelische Balance.