Rasenpflege – Tipps für sattes Grün


Es gibt kaum einen Garten ohne Rasen und dementsprechend stellen Rasenflächen einen nicht unerheblichen Teil einer Gartenanlage dar. Wer also Gartengestaltung betreibt, kann seinen Rasen nicht ignorieren oder außen vor lassen denn er verleiht ihm eine gehörige Portion Attraktivität. Damit er also jedes Jahr aufs neue kräftig grün, gepflegt sowie unkrautfrei daherkommt, ist die Rasenpflege ein so wichtiges Element im Repertoire eines Gärtners.

Um die perfekte Rasenfläche ranken sich allerlei Theorien bzw. Mysterien, die meist darauf abzielen irgendwelche Geräte, spezielle Dünger oder sonstiges zu verkaufen. Wir wollen daher einen hilfreichen, kostenlosen wie umfassenden Rasenpflege Ratgeber an die Hand geben, der jede Art als auch Form von Rasenpflege sowie Rasenerhaltung aufgreift und praktische Tipps beinhaltet, die jeder zu Hause ausprobieren kann.

Leider sieht der Rasen in den meisten Gärten in der Realität ziemlich erschreckend als auch ungepflegt aus. Dabei ist es gar nicht so schwer eine wunderschön grüne und ansehnliche Rasenfläche zu besitzen als auch zu behalten.

Dieser ultimative Rasenguide ist etwas für Sie wenn Sie Ihren jetzigen Zustand ihres Rasens verbessern oder optimieren möchten, oder Ihre Rasenpflanzen folgende Probleme aufweisen:

  • kahle Stellen
  • Pilzbefall
  • Unkraut im Rasen
  • gelbe Flecken
  • Gänseblümchen / Löwenzahn auftreten
  • Klee und Moos die Überhand gewinnen

Eines vorweg: Der optimale und wirklich perfekte Rasen wie im Wembley Stadion zum Beispiel oder auf professionellen Golfplätzen kann auf Dauer nur von Profis erhalten werden, die einen optimierten und künstlichen Boden vorfinden. All diese Flächen haben teilweise Rasenheizungen, Überdachungen und kennen im Grunde keinen Winter. Sie werden rund um die Uhr gepflegt. Für den Privatrasen nicht umsetzbar. Aber dennoch ist es sehr gut möglich einen Gartenrasen mit folgenden Eigenschaften zu bekommen:

  • Kräftig grün
  • Saftig und dicht
  • Man läuft Barfuss wie auf Wolken auf ihm
  • Unkraut- und Moosfrei

Die besten Rasenpflege Tipps für einen gesunden Rasen

Es gibt ein paar grundsätzliche Tipps und Tricks, die alljährig eine gute Grundlage für einen bezaubernden Rasen bilden. Unabhängig von der Jahreszeit gibt es immer wiederkehrende Techniken und Vorgehensweisen Pflegemaßnahmen vorzunehmen und das Rasenbild zu verbessern.

Tipp 1: Rasenschnitt nur mit gutem Rasenmäher

Der erste Mäheinsatz beginnt in der Regel im März und endet mit dem letzten Schnitt im Oktober. Dabei ist es wichtig, zunächst nur die Grasspitzen abzuschneiden um das Wachstum anzuregen.
Beim zweiten Mäheinsatz können Sie Ihre Rasenfläche bereits auf ca. 4 cm kürzen. Zierrasen sogar auf etwa 3 cm. Ihren Rasenmäher sollten Sie daraufhin am besten einmal in der Woche benutzen – bei starken Stosswachstum auch 2 Mal.

Gut zu wissen: Durch das regelmäßige Mähen, werden die einzelnen Rasentriebe zum Wachsen und Verzweigen angeregt. So wird er strapazierfähiger sowie dichter. Wer jedoch einen Zierrasen im Garten hat, der wird mindestens zweimal die Woche zur Tat schreiten müssen.

Auf der technischen Seite sollten Sie auch Ihren Rasenmäher gut pflegen sowie für scharfe Klingen sorgen. Ansonsten können Rasensamen beim Mähvorgang herausgerissen werden. Dadurch entstehen unschöne Löcher in Ihrer Rasenfläche, die sich so schnell nicht beheben lassen.
Es geht nichts über einen glatten und regelmäßigen Schnitt. Diesen beherrschen nur hochwertige Rasenmäher. Wer einen Top-Rasen will, muss auch einen Top Mäher haben.

Tipp 2: Richtig Rasen sprengen und wässern





Abhängig von den äußeren Bedingungen müssen Sie mal mehr und mal weniger zusätzlich bewässern. Denn zum Rasen Pflegen gehört auch eine ausreichende Bewässerung. Diese verhindert, dass Ihre Rasenflächen austrocknen und sich gelbe Stellen bilden. Ohne Wasser ist ein saftiges Grün unmöglich. In trockenen Monaten eignen sich hierfür automatisierte Smart Home Bewässerungssysteme, Regensprenger, Versenkregner oder das manuelle Gießen mit dem Gartenschlauch.

Grundsätzlich gilt hierbei: Nicht kleckern sondern klotzen. Lieber einmal weniger, dafür einmal richtig und solange bis sich kleine Pfützen bilden. Nur so bekommen auch die tieferliegenden Wurzeln ausreichend Wasser.

Vermeiden Sie dabei auf jeden Fall die Bewässerung in der Mittagssonne. Denn dadurch entsteht der allgemein bekannte Brennglas-Effekt, sodass Ihr Rasen unter Umständen verbrennen kann. Ähnlich wie sich viele beim Baden einen Sonnenbrand durch die Spieglung zuziehen. Also lieber in den Abendstunden oder ganz früh morgens.

Die meisten Hobbygärtner sprengen Ihre Rasenflächen oftmals unbewusst falsch und gerade hier gibt es erhebliches Optimierungspotenzial. Mehr hierzu findet ihr bei uns unter Rasen richtig bewässern.

Tipp 3: Regelmäßig düngen

Wer behauptet sein Rasen wächst auch ohne die Zugabe von Dünger, der lügt. Fakt ist: Ihr Rasen braucht Nährstoffe, um gesund zu bleiben und wachsen zu können. Ein tiefes grün ist alleine durch nährstoffreichen Boden allenfalls eine Saison zu gewährleisten, dann muss nachgelegt werden. Für die optimale Rasenpflege sollten Sie daher im April das erste Mal den Rasen düngen. Die zweite Düngung führen Sie dann am besten im Spätsommer durch. Über eine Herbstdüngung kann man sich streiten, andere schwören darauf.

Ebenso ist es heutzutage zu einem heißen Diskussionsthema geworden wie und mit was man denn nun düngen sollte. Möchte man Rasendüngen ohne Chemie, auf vollkommen natürlichen Wege oder greift man zur chemischen Keule? Es gibt grundsätzlich folgende Möglichkeiten der Düngung von Rasenflächen:

  1. Aufbringen von Eisendünger
  2. Düngen mit Schafdung
  3. Düngen mit eigenem Humus
  4. Künstlicher Dünger mit Moosvernichter
  5. Mineralisch-organische Dünger
  6. Düngen mit Brennesseljauche
  7. Streuen von Blaukorn
  8. Mulchen beim Mähen

Egal für was man sich entscheidet, es empfiehlt es sich einen Streuwagen zu benutzen sofern es mit dem Düngemittel denn nun möglich ist. So verteilen Sie das Düngemittel gleichzeitig auf die gesamte Fläche und vermeiden eine Überdüngung/Unterdüngung.

Achten Sie daher auch auf die Empfehlungen der Hersteller. Denn auch die unverzichtbaren Nährstoffe können in einer zu hohen Konzentration Schaden anrichten. Da Sie den Rasen pflegen und nicht töten möchten, gilt es in diesem Punkt also etwas Vorsicht walten zu lassen.

Auch für das Düngen ist pralle Mittagssonne kein guter Zeitpunkt. Ideal wäre ein bewölkter Tag mit Aussicht auf Regen. Durch das Wasser werden die Nährstoffe in den Boden geschwemmt und von diesem aufgenommen. Falls der Regen ausbleibt, dann müssen Sie diesen Part übernehmen und den Rasen ordentlich bewässern.

Der Dünger hilft dabei die Rasenfläche vor lästigem Rasenunkraut zu schützen. Allerdings kann es durch andere Faktoren, wie z.B. Schatten von hohen Bäumen, immer noch zu einer Unkrautbildung kommen. Beobachten Sie die Entwicklung Ihres Rasens intensiv, damit Sie auf mögliche Fehlentwicklungen schnell mit dem passenden Unkrautvernichter reagieren können.

Die Wahl des Düngers hängt von den eigentlichen Vorstellungen und Präferenzen ab. Manche Gärtner lehnen chemische Dünger gänzlich ab, andere nutzen Ihn der Einfachheit halber. Künstliche Dünger funktionieren, können einen Rasen aber auch abhängig machen. Düngt man nicht nach, wird er farblich schnell blass.

In der Praxis eine gangbare Methode ist ein Mix von allen oben genannten Varianten. Jeder Dünger hat eigene Vorteile sowie andere Nährstoffe. Ein saisonaler Mix kann ihm die Kraft verleihen, die er gerade braucht. Profis stimmen die Gabe von Kalk, Eisen und anderen Nährstoffen auf die Bodenbeschaffenheit und den PH-Wert des Bodens ab und finden so ein Optimum.

Tipp: Auf Unkrautvernichter und ähnliches kann im Grunde komplett verzichtet werden, wenn man regelmäßig düngt. Je stärker der Rasen, desto weniger Chance hat Unkraut sich dazwischen auszubreiten.

Tipp 4: Den Rasen atmen lassen

Es klingt etwas seltsam, als es eine Rasenlunge geben würde, allerdings ist hiermit gemeint, dass die Nährstoffaufnahme verbessert werden kann. Mit der Zeit kann sich eine verwurzelte Schicht (Rasenfilz) aus alten Blättern, abgestorbenen Wurzeln und sonstigen biologischen Abfällen bilden, die es dem Rasen schwer macht zu atmen und Sauerstoff aufzunehmen. Wenn sie dies merken, können sie vor der Wachstumsperiode noch einmal vertikutieren und damit lüften.

Beim Lüften wird die Schicht über dem Rasen lediglich weggeblasen. Dieser Vorgang ist sehr pfleglich und kann daher das ganze Jahr über durchgeführt werden. Beim Vertikutieren wird dagegen der Boden durchkämmt und der Rasenfilz wird mit senkrecht stehenden Messern rausgezogen.

Das Vertikutieren sollten Sie am besten nach dem ersten Mähen und vor dem ersten Düngen durchführen. Vor dem zweiten Düngen im Spätsommer wiederholen Sie diese Prozedur dann. Nach allen anderen Mähvorgängen empfiehlt sich aber das schonende Lüften.
Kritiker des Vertikutierens hingegen argumentieren, dass man mit zu tiefen Stichen auch gesunde Wurzeln beschädigt und somit eigentlich gar nichts gewinnt. Beides hat seine Berechtigung. Wir empfehlen selber im eigenen Garten auszuprobieren was funktioniert und was nicht, denn jeder Boden ist anders.

Tipp 5: Manuelle Kleinarbeiten wie Jäten und Nachsäen

Beim Vertikulieren kann es passieren, dass kahle Stellen sichtbar werden. Besonders nach dem ersten Mähvorgang im Frühjahr. In diesem Fall müssen Sie natürlich an den entsprechenden Stellen nachsäen. Andernfalls macht sich dort das ungeliebte Unkraut breit.
Auch wenn es viele nicht gerne hören wollen, aber ein wunderbarer Rasenplatz ist Ergebnis langer und intensiver Arbeit und Pflege. Dazu gehört auch das Ausstechen vereinzelter Unkräuter wie Löwenzahn, Gänseblumen oder Quecken. Auch Maulwürfe und Ameisen können erhebliche Schäden im Garten anrichten und Löcher hinterlassen, die alle manuell wieder zugemacht und nachgesät werden müssen.

Hunde- und Katzenurin können ebenfalls schnell unschöne gelbe Stellen hinterlassen. Sich darauf zu verlassen, dass diese von allein wieder grün werden sollte man nicht. Hier hilft nur auskratzten und nachsäen.

Ansonsten gilt immer der Ansatz, den Garten im Blick zu behalten, um auf ungewollte Veränderungen schnell und effektiv reagieren zu können. Hören Sie auf Ihren Rasen und behandeln Sie ihn pfleglich, dann wird er für Sie auch in einem satten Grün strahlen.

Rasen bewässern und sprengen – Aber richtig





Beim Thema Rasen sprengen sind sich zwar alle einig, dass dies eine durchaus sinnvolle Maßnahme und alles andere als Wasserverschwendung ist, allerdings begehen viele grade beim Bewässern schwerwiegende Fehler.

Fehler 1: Zu kurz bewässern
Die Bewässerung sollte nicht in zu kurzen Abständen erfolgen, da sich ansonsten vermehrt Wurzeln nahe der Oberfläche bilden, wodurch der Rasen anfälliger für Trockenperioden wird. Je nach nach Wasserumsatz der Pumpe / der Regner oder Sprenger und Bodenbeschaffenheit können 20 Minuten – 1 Stunde reichen.

Stellen Sie Ihren Sprenger daher, abhängig vom Wetter, alle 4-7 Tage für mindestens 20 Minuten an einer Stelle auf. Natürlich können Sie Ihren Rasen auch per Hand bewässern. Allerdings kann dies bei größeren Flächen sehr schnell sehr anstrengend und zeitraubend werden.

Fehler 2: Zur falschen Zeit bewässern
Die beste Zeit zum Rasensprengen ist ganz früh morgens, noch bevor die Sonne rauskommt oder alternativ abends, wenn die Sonne untergegangen ist oder nicht mehr stark ist. Wer jetzt sagt, dass er doch lieber sein wohl verdientes Bierchen am Abend genießen möchte und so früh morgens noch im Bett liegt oder zur Arbeit muss, der weiß spätestens jetzt, dass ein perfekter Rasen richtig Arbeit und konsequentes handeln erfordert.

Wer keine zeit dafür hat, sollte sich computergesteuerte Bewässerungssysteme anschauen und seinen Garten Richtung Smart Garten aufrüsten, damit dieser Vorgang automatisch im Idealfall auch anhand von Wetter- und Regenstation funktioniert.

Fehler 3: Bei falschen Temperaturen wässern
Es ist trocken, eine Affenhitze und es wird Zeit dem Rasen mal eine Abkühlung zu gönnen, oder? Ganz falsch, denn bei großer Hitze und starker Sonneneinstrahlung sollten sie niemals sprengen. Durch die Reflektionen des Wassers an den Grashalmen verbrennt der Rasen schneller als man gucken kann.

Bei Frost und kalten Temperaturen braucht man gar nicht wässern, denn im Winter ist jede Rasenfläche im Winterschlaf. Erst ab ca. 10-13 Grad fängt er wieder an zu wachsen.

Fehler 4: Mit dem falschen Wasser gießen
Ja, Wasser ist nicht gleich Wasser – das gilt auch für die Qualität. Wer zum Beispiel den Rasen mit Brunnenwasser gießt und sprengt, sollte vorher prüfen lassen, welchen PH Wert und welchen Kalkanteil das Wasser aufweist. Wer ländlich wohnt, kann sehr hartes Grundwasser vorfinden, was mit jedem Mal Wässern indirekt eine Rasenkalkung bedeutet und damit den PH-Wert des Bodens verändert.

Mit Regenwasser gießen, bedeutet hingegen mit saurem Wasser zu gießen. Wie bei Düngen gilt hier ebenfalls der Mix aus beiden Welten. Mal mit Regenwasser, dann wieder mit Brunnenwasser, ein nächstes Mal mit Wasser aus dem Hahn.

Wenn Sie diese genannten Fehler nicht machen, haben Sie schon einmal viel richtig gemacht. Ein paar kleine Tipps zur Rasenbewässerung haben wir aber trotzdem noch.

Tipp 1: Lieber einmal zu viel als zweimal zu wenig wässern
Nicht kleckern sondern klotzen, was bedeutet nicht nur die Oberfläche des Rasenbodens befeuchten sondern solange sprengen, bis sich bei Gehen auf dem Rasen kleine Pfützen bilden. Dann ist das Erdreich auch bis zu 15cm tief feucht geworden und der Bewässerungsvorgang erfolgreich. Als ungefährer Richtwert können ca. 15 Liter / qm für sandige Böden und 20 Liter / qm für lehmige Böden nehmen.

Tipp 2: Bewässerungsautomatik installieren
Man ist nicht immer da, hat auch mal andere Dinge zu tun, oder ist im Urlaub. Das alles spricht für ein automatisches Bewässerungssystem samt Computer, Boden- und Regensensoren. So ist das ganze Jahr optimal gewährleistet, dass genau dann zur besten Zeit gegossen wird, wenn es notwendig ist. Auch Wasser selber wird so nicht verschwendet sondern optimal eingesetzt.

Moosbekämpfung im Frühjahr und Moos dauerhaft entfernen

Nicht jede Rasenanlage ist optimal gelegen, hat den perfekten Boden oder bekommt die Pflege, die sie eigentlich erhalten müsste. Resultat sind in den meisten Fällen überbordendes Mooswachstum, welcher den Rasen langsam aber sich verdrängt.

Eine im Frühjahr beginnende Moosbekämpfung steht an der Tagesordnung, allerdings immer erst, wenn man die Ursache festgestellt hat. Denn es hat triftige Gründe, dass sich Moosgewächse im schönen Garten ausbreiten. Diese sind:

  • Zu schattiger Standort zum Beispiel unter Bäumen oder an einer Hecke.
  • Zu dichte, starre Bodengegebenheiten
  • Nährstoffmangel
  • pH-Wert nicht optimal (sollte 5 oder höher sein)
  • Zu selten gemäht

Die meisten Ursachen für Moos im Rasen kann verhindert werde. Nur der Standort ist meist nicht änderbar, also muss man damit klarkommen und das beste draus machen. Was bedeutet: Moosbekämpfung oder mit der Wiese abfinden. Gerade Standorte unter Bäumen können meist nicht einfach so geändert werden. Man muss dann aber wissen, dass es ohne Dünger nicht geht und ein spezieller Schattenrasen ggf. Abhilfe bringen kann.

Hilfreiches Video zur Moosbekämpfung

 

Moos vernichten Tipp 1: Vertikutieren
Die schnellste mechanische Beseitigung von Moosflächen ist wohl das Vertikutieren. Sie werden erstaunt sein welche Massen an Moos dort zum Vorschein kommen und mittels Rechen zusammengetragen werden. Gleich mit den Überresten auf den Kompost. Das verrottet schnell und ergibt tolle Humuserde.

Moos beseitigen Tipp 2: Sanden
Wer Moos dauerhaft aus seinem Rasen entfernen möchte, benötigt eine langfristige Strategie um nicht jedes Jahr aufs neue den Kampf aufzunehmen. Eine Möglichkeit ist bei festen, lehmigen und wasserundurchlässigen Böden das jährliche Sanden der Fläche. Der Sand sickert durch Regen und Bewässerung mehr und mehr in den Boden ein und lockert ihn schließlich auf. Das Wasser kann besser abfließen und gibt Moosbefall eine viel schlechtere Grundlage.

Moos bekämpfen Tipp 3: Dünger mit Moosverdränger
Wer die chemische Keule auspacken möchte, der düngt gleich zu beginn des Frühlings mit einer Kombination aus Rasendünger und Moosvernichter. Moosflächen werden so schnell braun, sterben ab und weichen dem hochsprießenden Rasen.

Moosbeseitigung Tipp 4: Nur hochwertige Grassamen verwenden
Billige Rasensamen aus dem Baumarkt machen langfristig die meiste Arbeit, denn man holt sich den Teufel in den Garten. Viele billige Mischungen enthalten günstige und nicht speziell gezüchtete Gräser, welche nur nach oben, nicht aber in die Breite wachsen. Ein Paradies für Unkraut.

Moos Bekämpfung Tipp 5: pH-Wert Optimierung
Rasen wächst am besten auf Boden mit einem pH Wert von 5-6. Alles darunter ist zu sauer und fördert Moosbefall ungemein. Bestimmen sie zunächst den pH Wert des Bodens und bringen sie dann Kalk auf um den pH Wert zu erhöhen. Zuviel Kalk streuen ist allerdings auch nicht gut, da der Wert dann zu hoch / zu alkalisch wird. Kalk wird mit den Jahren von Regen immer weiter ausgewaschen.

Rasenpflege Tipps im Video