Sichtschutz im Garten


Vielleicht gehören Sie zu den Gartenbesitzern, die das Leben während der Sommermonate gern ins Freie verlegen. Kaum irgendwo anders lässt es sich so gut entspannen, träumen, grillen, kochen, mit Freunden und der Familie plaudern oder einer aktiven Freizeitbeschäftigung nachgehen wie im Garten. Sicherlich möchten Sie dabei vor neugierigen Blicken der Passanten oder Nachbarn geschützt sein. Ein geeigneter Sichtschutz wahrt Ihre Privatsphäre und sieht obendrein dekorativ aus.

Abgrenzungen zu Nachbarn müssen nicht lästig sein und kein muss sich bedroht fühlen, denn es gibt etliche schicke und gleichzeitig nützliche Sichtschutzelemente für Gärten, die jeden Gartenbereich aufwerten können.

Vor- und Nachteile von künstlichen und natürlichen Sichtschutz-Varianten

Ob Sie Balkon Sichtschutz, Sichtschutze für Terrasse oder Vorgarten suchen, einzelne Sitzbereiche oder die Grenze von Ihrem Grundstück mit einem natürlichen oder einem künstlichen Sichtschutz versehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Hinsichtlich der Pflege haben Sie es mit Ausführungen aus Holz, Stein, Flechtwerk oder Kunststoff leicht, denn bis auf das regelmäßige Reinigen beziehungsweise bei Holzelementen einem gelegentlichen Anstrich kommen Sie um weitere Maßnahmen herum. Sie müssen eben witterungsbeständig bleiben und das über einen sehr langen Zeitraum.

Der Nachteil besteht darin, dass Sie das zum Haus und Grundstück passende Material idealerweise auch nach Maß wählen müssen, damit der Sichtschutz nicht fehl am Platze wirkt.

Natürliche Sichtschutzelemente hingegen passen überall hin. Dafür dauert es einige Jahre, bis der natürliche Sichtschutz so dicht gewachsen ist, dass er seine Schutzfunktion tatsächlich erfüllt. Und dann müssen Sie ihn regelmäßig in Form halten, sonst wächst er zu sehr in die Höhe und in die Breite. Grundsätzlich befürworten Naturschützer den natürlichen Sichtschutz. Er passt sich gut in die Natur und in das Gesamtbild des Gartens ein.

Mit dem natürlichen Sichtschutz bieten Sie Wildvögeln sowie anderen kleinen Wildtieren und auch Insekten ähnlich wie einem Insektenhotel einen Unterschlupf sowie Nahrung beziehungsweise Brutstätten. Lassen Sie sich von den nachfolgenden originellen Ideen inspirieren und wählen Sie die für Ihren Garten passende Lösung aus.

Der künstliche Sichtschutz – Originell und klassisch

Der künstliche Sichtschutz sollte vom Design her zum Typ Ihres Grundstücks und zum Stil Ihres Hauses passen. Nichts ist unpassender als eine günstige Plastikwand als Blickschutz für einen wunderschön angelegten Garten. Wir haben Ihnen hier ein paar Sichtschutz Ideen auch im DIY Verfahren zusammengestellt, die einerseits klassisch aber auch originell sind. Wer selber etwas Hand anlegen kann oder möchte, hat den Sichtschutz für den Garten schnell selbst gebaut.

Idee 1: Naturstein Mauer
Wenn Sie den ländlichen Charme eines Bauerngartens bevorzugen, werden Sie auf eine naturnahe Gestaltung Wert legen, beispielsweise eine Naturstein- beziehungsweise Trockenmauer, auf der sich im Laufe der Zeit von selbst Pflanzen und Wildtiere ansiedeln.
Bedenken Sie bei der Anlage, dass die Mauer eine hohe Standfestigkeit benötigt, insbesondere wenn Sie sie an einem Hang errichten. Soll die Natursteinmauer freistehend sein, benötigt sie kein Fundament, denn Sie wählen eine konische Form. Das bedeutet, dass Sie die Steine an der Basis breit und mit zunehmender Höhe immer schmaler schichten.

Bei einem lehmigen Untergrund sollten Sie zuvor ein Sandbett einbringen, damit ein besserer Wasserabzug gewährleistet ist. Setzen Sie die Steine Schicht für Schicht an den Außenkanten und füllen Sie die Zwischenräume mit Sand auf.
Beginnen Sie mit großen Steinen und nutzen Sie für die oberen Lagen kleinere Exemplare. Als Abdeckung wählen Sie flache, große Steine aus. Bei Bauten am Hang, beispielsweise wenn Sie Ihren Sitzplatz absenken möchten, müssen Sie für die Steinmauer eine Neigung von ungefähr 15 Prozent sowie einen Abstand zum Hang von 20 Zentimetern einplanen.

Tipp: Schützen Sie die Steinmauer gegen das Abrutschen durch Bretter und heben Sie davor ein Fundament aus, das Sie mit Splitt oder Schotter befüllen. Sonst sammelt sich später am Fuße der Steinmauer das Regenwasser, das nicht nur die Funktionsfähigkeit Ihres Sitzplatzes einschränkt, sondern auch die Stabilität der Steinmauer gefährdet.

Die aus Ziegeln errichtete Steinmauer unterteilt den Garten ebenso in unterschiedliche Bereiche und sperrt fremde Blicke aus Ihrem Garten aus. Wie man eine Gartenmauer verschönert zeigen wir in diesem Beitrag.

Idee 2: Sichtschutz aus Holz
Eine weitere naturnahe, platzsparende Alternative, die zu jedem Gartentyp passt, ist eine Sichtschutzwand aus Holz wie beispielsweise sibirische Lärche. Wenn Sie Fertigelemente verwenden, gestaltet sich ihr Aufbau auch für den Laien relativ einfach. Wichtig ist, dass Sie die Wand stabilisieren, damit der Wind sie nicht umwerfen kann.

Errichten Sie den Sichtschutz am besten rechtwinklig. Mindestens ein Element sollte um 90 Grad versetzt zum Rest der anderen Zaunelemente stehen. Zusätzlich müssen Sie die Pfähle, an denen die Wand befestigt wird, sicher im Boden verankern. Verwenden Sie je nach Beschaffenheit des Bodens Bodeneinschlaghülsen oder H-Pfostenträger. Bei einem sandigen Untergrund müssen Sie ein Punkt-Fundament errichten. In dieses fügen Sie umgehend die Pfostenträger ein und richten diese mit der Wasserwaage aus.

Die Pfosten selbst verschrauben Sie erst, wenn der Beton ausgehärtet ist. Beim anschließenden Anbringen der Zaunelemente achten Sie auf einen gleichbleibenden Abstand zum Boden. Am leichtesten gelingt dies, wenn Sie vor der Montage jedes einzelnen Elements ein Brett unterlegen.

Ein direkter Kontakt der Zaunelemente mit der Erde ist unerwünscht. Das Holz im Garten würde aufgrund hoher Feuchtigkeit schnell verwittern. Die Lebensdauer der Sichtschutzwand verlängern Sie, wenn Sie sich für ein hochwertiges Hartholz entscheiden, beispielsweise die Douglasie.
Ein Sichtschutz aus Douglasie Holz trotzt über viele Jahre Sonne, Regen sowie starken Temperaturschwankungen, ohne dass Sie es mit einem Anstrich oder einer Lasur versehen müssen.

Über die Jahre bildet sich auf dem Holz eine Patina, die für einen silbrigen Glanz sorgt. Hierbei handelt es sich keinesfalls um einen Mangel, sondern um eine natürliche Schutzschicht, deren Optik Kenner zu schätzen wissen. Douglasien-Sichtschutzwände sind nicht ganz preiswert, dafür haben Sie viele Jahre an ihnen Freude. Wenn Sie nicht so viel Geld investieren wollen, wählen Sie ein kesseldruckimprägniertes Holz. Eine besondere Form der Sichtschutzwand ist die Pergola, die häufig als Rankgitter bezeichnet wird.

Sie erhalten einen Sichtschutz, der lichtdurchlässig und zugleich nach allen Seiten offen ist. Dadurch wirkt Ihr Garten luftig und einladend.




Idee 3: Eine Burgruine als Wind und Sichtschutz
Eine weitere tolle Idee ist das Platzieren einer selbst gebauten Ruine aus Feldbrandsteinen unterschiedlicher Größe. Fenster, Türen und Durchgänge können nach Wunsch platziert werden und unterschiedliche Höhen gemauert werden. Man schafft so ein eigenes Gemäuer, welches man schließlich noch wunderbar begrünen, bepflanzen und mit Sichtschutz Zubehörsatz wie einem Gartenbrunnen oder Speier verschönern und ergänzen.

Idee 4: Sichtschutz Bambus und Holzkombination
Bambus ist eine sehr anspruchslose Pflanze und kann in getrockneter Form auch sehr gut Bambusmatten bzw. Bambuszaun als Wind- und Sichtschutz-Element genutzt werden. Besonders schick ist dies in Kombination mit Holzelementen. Vor allem Bambusstäbe sehen toll aus und sind robust. Sie finden auch in japanischen Gärten gerne Anwendung.

Idee 5: Gabionen Steinkörbe
Im modern angelegten Garten finden sich immer häufiger Gabionen denn sie sind gerade bei Neubauten aktuell sehr im Trend. Bei ihnen handelt es sich um Gitterkörbe, die mit Steinen befüllt werden. Aber auch wer einen neuen Nachbar hat und ein originelles Sichtschutz Zaunelement braucht, hat so schnell eine schöne und blickdichte Wand errichtet.

Gabionen besitzen den Vorteil, dass Sie sie in der Höhe und Breite Ihren Bedürfnissen anpassen können, ohne sich nach Standard-Maßen richten zu müssen. Steinkörbe als Zaunform machen es möglich flexibel Steine einzufüllen und sowohl Terrasse und Garten als auch Balkone stilvoll zu dekorieren.

Allerdings wirkt ein vollständig mit Steinkörben eingefasstes Grundstück schnell wie eine Festung, wenn Sie den Sichtschutz nicht mit anderen Sichtschutz-Elementen auflockern.

Idee 6: Brennholzstapel zur Sichtprotektion

Wer einen Kamin sein Eigen nennt, hat meistens aus Holzscheite auf Vorrat gekauft. Hiermit kann eine einfache Holz-Sichtschutzmauer gestapelt werden, die auch noch gut aussieht. Im Sommer wird das Holz nicht gebaucht und dient diesem Zweck, im Winter, wenn man sowieso nicht mehr im Garten verweilt, wird die Mauer langsam wieder abgetragen.

Idee 7: Weideflechtzaun errichten

Die sogenannte Weideflechte ist billig, aber originell. Sie kann schnell miteinander verflechtet werden, unterschiedliche Höhen sowie geschwungene Formen annehmen und kann auch zwischen Steinpfosten sehr gut aussehen. Sie sind sogar teilweise lichtdurchlässig und schnell selbst gebaut.

Idee 8: Designer Pflanzenkübel gekonnt stellen

Schöne große Pflanzenkübel zusammen mit Pflanzen sehen nicht nur auf Balkon und Terrasse gut aus, sondern können auch den ungewollten Blickbereich von Nachbarn stören wenn man sie nebeneinander und geschickt platziert.

Idee 9: Gartenpavillon platzieren

Wenn Sie noch eine ungenutzte Ecke im Garten haben, in die Ihr Nachbar ständig voll reingucken kann, dann wäre eine Überlegung hier einen schicken Gartenpavillon zu bauen, der die Privatsphäre wie kaum ein anderes Objekt schützt.

Künstliche Sichtschutzzäune mit Pflanzen gestalten

Weil sie die Lücken zwischen gewählten Elementen elegant verschließen, vermitteln Ihnen Rankgewächse ein Gefühl der Geborgenheit, beispielsweise

  • Efeu
  • Clematis
  • Wilder Wein
  • Kletterrosen
  • Hopfen
  • Geißblatt
  • oder Kletterhortensie.

So kombiniert schaffen Sie einen Mix aus künstlichem und natürlichem Sichtschutz. Selbstverständlich können Sie anstelle von Rankgewächsen und Kletterpflanzen auch Stauden, Gräser oder Einjährige vor beziehungsweise hinter das Rankgerüst setzen. Originell wirken gleich mehrere Pflanzenpartner an einem gemeinsamen Gitter wie die Clematis und die Kletterrose.

Wenn Sie zu diesen Gewächsen passende Begleitstauden wie die Lupine, die Katzenminze und den Frauenmantel setzen, schaffen Sie harmonische Übergänge zwischen verschiedenen Gartenbereichen. Neben Holz-Elementen bieten verschiedene Hersteller Zaunelemente aus Kunststoff an, die man online bestellen kann.

Sie sind leicht und lassen sich gut transportieren. Wenn Sie sich für dieses Material entscheiden, achten Sie auf Qualität. Sonst bricht der Kunststoff in einigen Jahren.

Wollen Sie sich nur für kurze Momente in Ihrem Garten fremden Einblicken entziehen und grundsätzlich den Blick über das gesamte Areal nicht verbauen, wählen Sie variable Alternativen wie den Sonnenschirm, Gardinen Vorhänge oder Rattan Elemente, die die Sicht von oben beziehungsweise schräg oben auf den Sitzplatz versperren. Denkbar wären auch ein mobiles Paravent zum Aufstellen oder wasserabweisende Vorhänge beziehungsweise Windschutz-Segel, die Sie bei Bedarf schnell dort anbringen, wo sie benötigt werden.

Natürliche und immergrüne Sichtschutz Garten Ideen

Wer es einfach möchte, die Natur liebt, ohne Zaun auskommen möchte und Zeit hat sich den Blicken der Nachbarn oder Passanten zu stellen, der setzt auf die ganz natürliche Variante, den immergrünen Sichtschutz.

Der wohl bekannteste natürliche Blickschutz ist die Hecke. Geeignete Exemplare finde Sie bei uns im umfangreichen Hecken Ratgeber. Entscheiden Sie, ob Ihnen an einem ganzjährigen Sichtblende gelegen ist oder ob es Ihnen ausreicht, fremde Blicke vom Frühjahr bis zum Herbst auszusperren.

In letzterem Fall macht eine Laubhecke Sinn, da sie in der dunklen Jahreszeit nicht unnötig Tageslicht von Ihrem Grundstück fernhält. Die Laubhecke wirkt besonders lebendig, wenn Sie Heckenpflanzen unterschiedlicher Arten wählen. Aber auch Ziersträucher als Sichtschutz haben sich für kleinere Bereiche in immergrüner und auch laubabwerfender Form bewährt.

Viele Heckenpflanzen präsentieren sich nicht nur mit üppigem Laub, das im Laufe der Jahreszeiten seine Farben wechselt, sondern auch mit Blüten, die teilweise herrlich duften. Denken Sie nur an die Fliederhecke, die Sie vielleicht noch aus Omas Garten kennen.

Infografik zu Sichtschutzmöglichkeiten

Weiterhin betören Heckenrosen, der Gartenjasmin und die Deutzie Ihre Sinne, so dass es sich aus gleich mehrfacher Sicht lohnt, sie in direkter Nähe zu Ihrem Sitzplatz zu pflanzen. Bei der Auswahl von Heckenpflanzen schaffen Sie durch die geschickte Kombination verschieden hoher Arten sowie solcher mit unterschiedlichen Blattfarben und -formen eine interessante Optik sowie Lebensräume für diverse Wildvogelarten.

Hecken bieten zudem den Vorteil, dass sie Ihren Garten vor Wind, Staub und Lärm schützen. Während des Hochsommers sind Sie für den Schutz vor starker Sonneneinstrahlung dankbar. Der ist jedoch nicht ganztägig gegeben, da die Sonne im Laufe des Tages wandert.

Als immergrün werden diejenigen Gehölze bezeichnet, die das ganze Jahr über ihr Blattwerk oder Nadeln tragen. In erster Linie denken Sie sicherlich an Tannen und Koniferen, aber auch einige Laubgehölze behalten im Winter ihre Blätter. Dazu zählen unter anderem der Buchs, der Liguster, die Lorbeerkirsche, die Eibe und der Lebensbaum.

Erkundigen Sie sich vor der Pflanzung über das Höhen- und Breitenwachstum der jeweiligen Art und halten Sie die Pflanzabstände zur Grundstücksgrenze ein. Sonst provozieren Sie Ärger mit Ihrem Nachbarn. Ihre Hecke sollte immer nur so breit sein, dass Sie sie bequem von Ihrem Grundstück aus schneiden können. So brauchen Sie nicht erst um Erlaubnis zum Betreten des Nachbargrundstücks bitten, wenn Sie mit den Schnittmaßnahmen beginnen. Innerhalb der Reihe müssen Sie die Pflanzabstände passend zur jeweiligen Art wählen, damit sich die einzelnen Pflanzen zu allen Seiten gleichmäßig entwickeln und die Hecke schon bald als geschlossenes Gesamtbild erscheint. Sonst könnte sie ihre Funktionen nicht erfüllen.

Pro laufendem Meter rechnen Sie bei hohen Arten mit zwei bis drei Pflanzen, bei niedrigen mit ungefähr fünf Stück. Damit Ihre Hecke von unten nicht verkahlt und damit sie in Form bleibt, schneiden Sie sie regelmäßig. Erkundigen Sie sich beim zuständigen Ordnungsamt, zu welchen Zeiten dies erlaubt ist und halten Sie sich an diese Vorgaben. Dauerhaft grüne Laubgehölze sowie einige Nadelgehölze benötigen nur einen Schnitt pro Jahr. Sie können diese aber auch zweimal jährlich schneiden, am besten im Frühjahr kurz vor dem Austrieb sowie im Herbst. So halten Sie den Zuwachs in Grenzen. Halten Sie sich beim Heckenschnitt der vorgenannten Gehölze an eine spezielle Form. Schneiden Sie trapezförmig, wobei Sie mit einer breiten Basis beginnen und die Hecke nach oben hin schmaler werden lassen.

Das obere Ende schneiden Sie flach ab oder Sie wählen eine halbrunde Form. Dadurch gewährleisten Sie, dass das Regenwasser gut abläuft und dass das Tageslicht an alle Triebe gelangt. Sollten Sie den richtigen Zeitpunkt zum Schneiden verpasst haben, begehen Sie nicht den Fehler, bis ins alte Holz zu schneiden.

Die Pflanzen würden nicht wieder neu austreiben. Lediglich die Eibe reagiert auf radikale Schnittmaßnahmen robuster. Es dauert einige Wochen bis Monate, bis sie die entstandenen Lücken mit frischem Grün aufgefüllt hat. Nach dem zuvor genannten Prinzip schneiden Sie auch die Buchenhecke. Der Zeitpunkt für den Schnitt von Blütengehölzen richtet sich nach ihrer Blütezeit. Frühe Arten wie die Forsythie kürzen Sie umgehend nach der Blüte ein.

Bei später blühenden warten Sie bis zum Herbst. Steht Ihnen für den Sichtschutz weniger Platz zur Verfügung, pflanzen Sie Bambus, Ziergräser oder hohe Stauden an. In schattigen Bereichen können Sie Schmuckfarne und Schattenstauden in den Boden setzen. Achten Sie darauf, dass die Erde gut durchlässig ist, insbesondere im Schatten kommt es häufig zur Staunässe, die die wenigsten Pflanzen vertragen.

Gegebenenfalls verbessern Sie die Bodenqualität durch die Zugabe von reifem Kompost. Entgegen landläufiger Vorstellungen schneiden Sie Gräser nicht im Herbst ab, sondern erst im Frühjahr. Binden Sie die Halme vor dem Winter zusammen, damit keine Nässe ans Herz der Pflanzen dringt und sie zerstört. Einige Gräser sowie die meisten Bambus-Arten benötigen eine Rhizom-Sperre, da ihre Ausläufer sich rasant ausbreiten und viel Platz in Anspruch nehmen.

Die meisten Bambus-Arten vertragen Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius. Den empfindlichen gönnen Sie einen Winterschutz, indem Sie sie entweder im Kübel halten und diesen ins Haus holen oder Sie bringen eine dicke Laubschicht auf den Boden und umwickeln die Pflanzen mit einem Vlies. Auch die Samenstände von Stauden lassen Sie den Winter über stehen. Sie bieten Wildvögeln Nahrung und sehen wunderschön aus, wenn der Raureif auf ihnen liegt. Nach spätestens fünf Jahren teilen Sie die Stauden, damit sie weiterhin zuverlässig blühen. Bei dieser Gelegenheit erhalten Sie mehrere Pflanzen, die sie wieder neu einsetzen können. Vielleicht tauschen Sie auch einige mit Ihrem netten Nachbarn. Machen Sie jede Ecke in Ihrem Garten zu einem Lieblingsplatz. Stellen Sie an unterschiedlichen Stellen Sitzgelegenheiten auf, damit Sie von dort aus immer wieder Gelegenheiten finden, Ihren Ort der Ruhe ausgiebig zu bestaunen. Denken Sie an entsprechende Sichtschutz-Elemente. Mit einer Holzschutzwand, einer Steinmauer oder einer „lebenden“ Wand in Ihrem Rücken fühlen Sie sich gleich geborgener.

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