Gartenbegrenzung Ideen und Gestaltung


Gehören Sie zu den Gartenbesitzern, die stolz auf ihren Garten sind und ihn anderen Menschen gern präsentieren oder wünschen Sie sich Ruhe und Abgeschiedenheit, um auf Ihrem Grundstück ganz für sich allein vom Alltag abschalten zu können? Wie dem auch sei, Sie sollten sich über die Art Ihrer Gartenbegrenzung Gedanken machen und die für Sie individuell passende Lösung wählen.

Wir erklären, welche Arten es gibt und was die Vor- beziehungsweise Nachteile sind. Lassen Sie sich von unseren Ideen inspirieren.

Rechtliches und was es für außergewöhnlich kreative Gartenbegrenzungen zu beachten gibt

Bevor Sie sich bei verschiedenen Anbietern nach einer Gartenbegrenzung umsehen, sollten Sie sich über die rechtlichen Vorschriften zur generellen Einfriedung des Gartens in Ihrer Kleingartenanlage beziehungsweise in Ihrem Baugebiet informieren.
Denn in den einzelnen Bundesländern und teilweise sogar in jeder Gemeinde und für jedes Baugebiet gelten andere Regelungen für die Gestaltung von Gartenbegrenzungen. Geregelt werden die minimale und maximale Höhe, die Art sowie die verwendbaren Materialien. Damit soll erreicht werden, dass sich für bestimmte Bereiche ein einheitliches Bild ergibt.

Genaue Hinweise erhalten Sie in der Kleingartensatzung, beim Kleingartenverband oder bei Ihrem zuständigen Bauamt.

Fragen Sie nach, welche ortsüblichen Einfriedungen erlaubt sind und ob überhaupt eine Pflicht zur Einfriedung besteht. Denn möglicherweise möchten Sie Ihren Besuchern einen offenen Zugang zu Ihrer Haustür gewähren.
Ohne einen Zaun oder anderweitige Abgrenzungen wirkt ihr Grundstück großzügiger und es ist einfacher, zum Kaffeeplausch zum Nachbarn zu gelangen. Wer keine Begrenzung besitzt, braucht für diese kein Geld investieren und sie auch nicht pflegen. Doch der nicht eingefriedete Garten ist eben nicht überall erlaubt.

Offene und teilweise offene Gartenbegrenzungen

Welche Vorteile es hat, Ihren Garten nicht durch eine Barriere abzutrennen, wissen Sie schon. Ganz ohne Gartenbegrenzung sollten Sie Ihr Grundstück an Straßen und öffentlichen Wegen trotzdem nicht lassen, da Außenstehende nicht erkennen, wo Ihr Eigentum anfängt und wo es aufhört. Ein nicht begrenzter Garten setzt bei Fremden die Hemmschwelle herab und animiert sie zum Betreten.

Hundehalter fühlen sich auf augenscheinlich öffentlichen Anlagen weniger dazu verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Fellnasen zu beräumen. Die haben auf Ihrem Grundstück aber nichts verloren.

Um anderen Ihren Vorgarten zu präsentieren, nutzen Sie eine unauffällige Variante der Gartenabgrenzung. Das kann ein Beet sein, das Sie entlang der Grundstücksgrenze anlegen. Dieses bestücken Sie passend zum Stil Ihres Vorgartens mit Rosen, Stauden oder niedrigen Gehölzen.

Für Katzen sind übrigens stachelige und dornige Gewächse uninteressant, während der Geruch von Katzenminze sie zu Besuchen anlockt. Abschrecken soll die Verpiss-dich-Pflanze, deren Duft Katzen angeblich nicht leiden mögen. Ganz abhalten können Sie diese vom Betreten Ihres Grundstücks aber nicht. Stubentiger benutzen nämlich dreist auch Ihren Gartenweg oder springen anderweitig über stabile Abgrenzungen und Zäune.

Ebenfalls können Sie zur optischen Markierung Ihrer Gartengrenze in Abständen Poller aus Beton oder Granit aufstellen und diese bei Bedarf durch Ketten miteinander verbinden. Granitpoller sind zwar nicht gerade günstig, wirken aber sehr edel und brauchen nicht gepflegt werden. Verschiedene Modelle lassen sich mit Leuchtelementen ausstatten. Davon könnte Ihr Eingangsbereich oder die Zufahrt zum Haus profitieren.

Setzen Sie Ihren Vorgarten mithilfe dieser teilweise offenen Gartenbegrenzungen auch am Abend durch Licht attraktiv in Szene und mindern Sie das Unfallrisiko. Falls Sie planen, gelegentlich breite Gegenstände durch Ihren Vorgarten zu bugsieren oder die Zufahrt mit größeren Fahrzeugen zu befahren, entscheiden Sie sich für Poller, die Verankerungssysteme mit einer Sollbruchstelle aufweisen. Dann brauchen Sie die Gartenabsperrung bei Bedarf nur umlegen, ohne die gesamte Verankerung aus dem Boden zu holen. Sie sparen Zeit und körperliche Kraft. Nach getaner Arbeit stellen Sie die Poller wieder auf.

Machendrahtzaun
Mehr Schutz vor Eindringlingen bietet der altbewährte Maschendrahtzaun, der ebenfalls zu den teilweise offenen Gartenbegrenzungen zählt. Zwar hindert er bei entsprechender Höhe Fremde am Übersteigen, er bietet aber keinen Sichtschutz. Als Meterware können Sie Maschendraht preiswert im Baumarkt kaufen und auf die gewünschte Länge zuschneiden. Befestigen Sie ihn an Pfählen, die Sie sicher in der Erde verankern, sonst verzieht sich der Zaun schon beim Festzurren des Spanndrahts.

Der Maschendrahtzaun wird in verschiedenen Farben angeboten. Am beliebtesten ist die mit Kunststoff überzogene grüne Variante, weil sie sich optisch zurückhält und später nicht mehr zu sehen ist, falls Sie sich einmal entschließen sollten, ihn beranken zu lassen, um aus ihm einen ansprechenden Blickfang zu machen.

Geeignet sind hierfür Efeu, Wein, Wicken oder Feuerbohnen. Für Hunde ist der Maschendraht ausbruchssicher, wenn Sie ihn entsprechend der Rasse und dem Sprungtalent Ihres Hundes hoch genug wählen und wenn Sie durch zusätzliche Kantsteine das Untergraben verhindern.

Soll der Maschendraht Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen vom Davonlaufen abhalten, entscheiden Sie sich für eine engmaschige Variante, die unter der Bezeichnung Kaninchendraht oder Hühnerdraht zu erwerben ist. Hinsichtlich des Pflegebedarfs hält sich der Maschendrahtzaun in Grenzen. Dem kunststoffbeschichteten Maschendraht brauchen Sie keine Aufmerksamkeit gönnen, lediglich die Metallpfähle wollen gelegentlich gestrichen werden.

Lattenzaun
Nur teilweise vor fremden Blicken schützt auch der Lattenzaun, von dem Sie fertige Zaunfelder erwerben können oder ihn mit etwas handwerklichem Geschick selber bauen. Die Eigenbauvariante ist preiswerter und es gelingt Ihnen, auch diejenigen Grenzen einzufassen, die in ihrer Form oder Länge vom üblichen Standard abweichen.

Modelle aus Holz müssen Sie regelmäßig streichen, damit sie der Witterung viele Jahre standhalten. Kunststoffzäune benötigen keine Pflege, wirken aber meist nicht so attraktiv. Um ein stabiles Fundament für die Zaunpfähle zu schaffen, schlagen Sie Bodenhülsen in den Untergrund oder verwenden Sie T-Anker. Alle vorbenannten Gartenbegrenzungen lassen Außenstehende erkennen, wo Ihr Garten beginnt. Sie bieten Ihnen aber keine Privatsphäre, weil Ihr Grundstück einsehbar bleibt und sie schützen nur bedingt vor dem Zutritt ungebetener Gäste.

Blickdichte Ideen für Gartenbegrenzungen

Hinter blickdichten Gartenbegrenzungen fühlen Sie sich geborgen, weil diese den Wind und die Blicke Ihrer Nachbarn abhalten. Unterscheiden Sie in naturbelassene und künstliche Varianten, dann fällt Ihnen die Entscheidung für die individuell passende Art Ihrer Gartenabgrenzung leichter.

Pflanzen benötigen grundsätzlich Pflege, die einen mehr, die anderen weniger. Einmal gesetzt, wollen sie gewässert, vom Unkraut befreit, gedüngt und beschnitten werden. Darüber hinaus müssen Sie die eine oder andere Pflanze gelegentlich ersetzen, weil sie eingegangen ist oder für Ihren Garten zu stattlich geworden.

Dafür passen sich Begrenzungen aus natürlichen Materialien optisch in jeden Gartenstil ein und sie helfen dabei, die Umwelt zu erhalten. Sie dienen als Unterschlupf für Wildtiere, bieten Insekten und Wildvögeln Nahrung und verbessern das Klima, weil sie Schadstoffe abbauen.

Wir haben hier einige Ideen für Gartenabgrenzungen zusammengestellt. Lassen Sie sich inspirieren und holen sie sich eigene Ideen für den eigenen Garten.

Idee 1: Gabionen – Steingitterwände

Einige künstlich geschaffene Gartenbegrenzungen überdauern viele Jahrzehnte, ohne dass Sie sich um sie kümmern müssen. Andere brauchen gelegentlich einen Anstrich oder die Behandlung mit einem Pflegemittel. Bestimmte künstliche Gartenbegrenzungen dienen gleichzeitig als Lärmschutz.

Eine davon ist die Steingitterwand, auch Gabionenzaun genannt. Sie wirkt modern und lässt sich durch verschiedenfarbige Steine sowie andere Füllmaterialien abwechslungsreich gestalten. Hinsichtlich der Form, Höhe und der Befüllung sind Ihnen kaum Grenzen gesetzt.

Es steht Ihnen frei, nach Belieben Lichtelemente einzusetzen oder die Steinmauer zu bepflanzen. Obwohl die fachmännisch errichtete Gabione ein standfestes Element ist, können Sie sie wieder leicht aus Ihrem Garten entfernen, falls sie Ihnen einmal nicht mehr gefällt. Wenn Sie sich für diese Gartenbegrenzung entscheiden, lassen Sie sich unbedingt bei der Auswahl beraten, damit die Proportionen der Gabionen passen und diese im Gesamtbild stimmig wirken.




Gabionen benötigen keine Pflege. Der einzige Nachteil besteht darin, dass sie recht massig wirken können. Eine ähnliche Wirkung wie mit der Gabione erzielen Sie, wenn Sie Ihren Garten mit einer Mauer aus Ziegeln oder Natursteinen begrenzen. Die Höhe und Bauart wählen Sie danach aus, ob der Schutz gegen fremde Blicke, Wind und Einbrecher hoch oder eher gering sein soll.

Modelle aus Naturstein oder Ziegeln sind besonders stabil, später aber nur schwer wieder zu entfernen. Auch kann eine allzu hohe und breite Gartenmauer zu einem kleinen Grundstück unpassend wirken.

Damit sie nicht den Eindruck erweckt, der Betrachter könnte von der Gartenbegrenzung erschlagen werden, lockern Sie die Steinmauer mit Elementen aus angerostetem Eisen, Blech oder mit blickdichten Holzelementen auf. Auf diese Weise kann ein kleines Kunstwerk entstehen.

Idee 2: Gewobener Bambus-Stein Kombination

Praktisch, robust und ansehnlich kann eine Abgrenzung des Gartens durch eine sich abwechselnde Kombination aus Steinmauer und gewobenen Bambusstöcken sein. In beliebiger Höhe und dazu noch kostengünstiger als eine reine Steinmauer, kann so souverän eine Abgrenzung erfolgen, die auch optischen Ansprüchen gerecht wird.

Idee 3: Holzpaneelen

Mit wenig finanziellem Aufwand kann ein Sichtschutz und eine optische Grenze zum eigenen Grundstück mittels Holzpaneelen geschaffen werden. Sie können nebeneinander oder ineinander gesteckt werden, beliebig gestrichen und auf bepflanzt werden.

Idee 4: Offener Holzgitterzaun mit Kletterpflanzen

Ebenfalls günstig sind Holzgitterelemente, die als Gartenbegrenzung gezielt gestellt werden können. In sich genommen noch nicht blickdicht, allerdings dank ausgewählten, schnellwachsenden Kletterpflanzen schnell eine grüne Wand.

Idee 5: Gelaserte Edelstahlbleche

Eine moderne Form der Gartenabgrenzung sind fein geschliffene Edelstahlbleche, nach Bedarf sogar mit Mustern ausgelasert. In Kombination mit Holzelementen ein echter Hingucker im Garten.

Idee 6: Natürliche Gartenhecke

Die ökologisch wertvollste Art, Ihren Garten zu begrenzen, ist die Anlage einer Hecke. Diese können Sie sogar am Hang errichten, nur sollten Sie dort Gehölzarten wählen, die mit der Trockenheit zurechtkommen. Gartenhecken können immergrün sein, so dass sie ganzjährig schützen. Wählen Sie Koniferen und Lebensbäume in verschiedenen Grün- und Blautönen und kombinieren Sie diese miteinander. Näheres erfahren sie in unserem großen Ratgeber zu Heckenpflanzen.

Schneiden Sie Ihre Immergrünen jährlich, damit sie von innen heraus nicht verkahlen. Oder entscheiden Sie sich für Sträucher, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen und später Früchte tragen. Diese können Sie teilweise selbst verzehren oder den Wildtieren als Nahrungsquelle anbieten.

Eine Zierstrauchhecke sollte aus verschiedenen Arten bestehen, damit sie dynamisch wirkt und im Laufe des Jahres einen immer wieder anderen Anblick bietet. Sie kann bestehen aus Forsythien, die mit ihren gelben Blüten die Gartensaison im Freien und die Zeit für den Rasenschnitt einläuten.

Bauernjasmin
Nach der Blütezeit treiben die Zweige frischgrün aus und wechseln zum Herbst zu einer rötlichen Färbung. Ein weiterer Kandidat für Ihre Blütenhecke ist der Bauernjasmin, dessen stark gefüllte, schneeweiße Blüten besonders in der Dämmerung weithin leuchten.

Weigelie
Darüber hinaus passt die rot blühende Weigelie in Ihre abwechslungsreich gestaltete Gartenbegrenzung. Dieser Busch wächst gedrungen und bereichert durch seine Form die Struktur Ihrer Strauchhecke.

Brautspiere
Feine und buschig wachsende Triebe weist die Brautspiere auf. Ihre kleinen weißen Blüten sitzen an Doldentrauben, die im Frühjahr einen angenehm süßlichen Duft verströmen.

Deutzie
Weiß bis hellrosa blüht auch die Deutzie, deren Wuchs als straff aufrecht zu bezeichnen ist. Sie wird bis zu vier Meter hoch.

Auch der Sommerflieder, der Ranunkelstrauch und der Japanische Apfel lockern das Bild Ihrer Zierstrauchhecke auf. Sie brauchen je nach Größe Ihres Gartens und dem sich daraus ergebenden Platz für Ihre Gartenbegrenzung keinen jährlichen Rückschnitt vornehmen.

Lichten Sie Ihre Heckenpflanzen lediglich alle zwei bis drei Jahre kräftig aus. Wenn Sie die Zierstrauchhecke formen möchten, kürzen Sie sie nach Belieben in der Länge und Breite ein. Beachten Sie aber, dass alle früh blühenden Arten am besten direkt nach der Blüte geschnitten werden und alle im Sommer und Herbst blühenden Büsche erst kurz vor dem Neuaustrieb im Spätwinter. Sonst müssen Sie unter Umständen auf die kommende Blüte verzichten.

Lassen Sie außerdem beim Einpflanzen einen Abstand der Heckenpflanzen von ungefähr einem Meter zueinander sowie mindestens ebenso viel Platz zum Nachbargrundstück, damit Sie dieses für Schnittmaßnahmen nicht betreten müssen. Dann ersparen Sie sich unnötige Diskussionen und Ärger wegen überhängender Triebe.

Bambus
Nicht wegen aufs Nachbargrundstück reichender Äste macht sich gelegentlich der Bambus unbeliebt, sondern weil einige Sorten einen großen Ausbreitungsdrang über Ausläufer besitzen.

Um diesen einzudämmen, sollten Sie bei den Rhizom bildenden Arten eine Wurzelsperre verwenden. Oder Sie wählen alternativ eine Sorte, die einen Horst bildet und nicht zur Vermehrung neigt. Fargesia rufa beispielsweise wird nicht umsonst mit Grüner Heckenbambus übersetzt und unter gleichem Namen im Fachhandel angeboten.

Diese Bambussorte lässt sich auf eine beliebige Höhe zurückstutzen, wenn sie zu hoch hinaus will. Sie bildet ein dichtes Blattwerk, das Sie vor fremden Einblicken schützt und ist überdies pflegeleicht sowie äußerst winterhart.

Auch der Rote Schirmbambus eignet sich für die Heckenpflanzung. Er wirkt leicht, weil seiner Basis viele dünne Halme entspringen, die filigrane Laubblätter tragen. Erst im Laufe der Jahre entwickeln sie sich kräftiger, überzeugen dann aber mit einer leuchtenden Rotfärbung, die ein echter Blickfang ist. Damit sich diese voll ausprägt, setzen Sie die Bambuspflanzen dieser Sorte ausschließlich an sonnige Plätze.

Für einen großen Garten verwenden Sie eine kräftige und wüchsige Sorte wie den Fargesia robusta „Campbell“. Er erreicht eine Höhe von bis zu sieben Metern. Wie die vorbenannten Fargesia-Arten breitet auch er sich nicht über Ausläufer aus, so dass keine Rhizomsperre benötigt wird. Alle lebenden und künstlichen blickdichten Gartenbegrenzungen weisen mehrere Vorteile auf.

Ein Nachteil ist ihnen jedoch allen gleich: Sie schützen nicht nur Ihre Person vor fremden Blicken. Auch Einbrecher sind vor den Augen aufmerksamer Passanten und Nachbarn sicher, wenn diese erst einmal auf Ihr Grundstück vorgedrungen sind. Liegt Ihr Hauptaugenmerk dennoch auf einer blickdichten Einfriedung, denken Sie über verschiedene weitere Einbruchschutzmaßnahmen nach.