Feuerstelle im Garten


wunderschoene-feuerstelleFeuer hatte schon immer etwas Faszinierendes an sich. Zu Beginn der Menschheitsgeschichte diente es dazu, darin Nahrungsmittel zu braten und sich bei Kälte und schlechtem Wetter daran zu wärmen.

Auch heute noch hat Feuer nichts von seiner magischen Wirkung verloren. Vor allem Lagerfeuer und Garten-Feuer erfreuen sich großer Beliebtheit. Für viele Gartenfreunde ist es ein Erlebnis der besonderen Art, abends gemütlich vor dem prasselnden und knackenden Feuer zu sitzen und dem Lodern der Flammen zuzuschauen. Es ist einerseits sehr gesellig und wertet andererseits den eigenen Garten durch einmalige visuelle und lebendige Effekte auf. Natürliche Feuerstellen werden auch gerne ergänzend oder alternativ zur Gartenbeleuchtung genutzt.

Doch nicht überall und immer ist erlaubt, was gefällt. Wer bei sich eine solche Feuerstelle im Garten anlegen möchte, sollte daher Vorsicht walten lassen. Kleingärtner schauen am besten zuvor in die Satzung ihres Vereins oder lesen sich ihren Pachtvertrag genau durch. Das Verbrennen von organischen Gartenabfällen ist ohnehin verboten.

Gartenfeuer Genehmigung ja oder nein – was erlaubt ist und was nicht

feuerstelle-aus-steinBevor Sie sich ein Gartenfeuer zulegen, erkundigen Sie sich am besten, ob Sie für Ihre Outdoor-Feuerstätte eine behördliche Genehmigung benötigen. Der Grund: Holzfeuer kann sich, wenn es ungesichert herunterbrennt, schnell ausbreiten und dann für die in der Nähe befindlichen Menschen und Gebäude zur Gefahr werden. In jeder Gemeinde gibt es andere Vorschriften, die ihren Einsatz im Außenbereich regeln.

So dürfen Hauseigentümer in manchen Gemeinden nur an wenigen Tagen im Jahr draußen Feuer entfachen. Das gilt vor allem für die beliebten Osterfeuer. Hat man das Entzünden zuvor nicht beim zuständigen Ordnungsamt angemeldet und wird dann dabei erwischt, ist ein hohes Bußgeld die unmittelbare Folge. Das Anmachen kleiner Feuer ist jedoch nicht verboten. Hierzu aber ein paar Tipps für alle Gartenfreunde, damit es auch keinen Ärger gibt:

Tipp 1:

Möchten Sie in Ihrem Garten eine Feuerstätte einrichten, achten Sie am besten darauf, dass sie eine Umrandung aus Stein hat. Sie verhindert das Übergreifen der Flammen auf die Umgebung.

Tipp 2:

Um eine eventuelle Geruchsbelästigung der Nachbarn zu vermeiden, empfiehlt es sich, nur lange gelagertes und trockenes Brennholz dafür zu verwenden. Es sorgt für ein schönes Flammenbild und entwickelt nur wenig Rauch. Beim Beenden der Abendmahlzeit im Freien muss die Glut vollständig erloschen sein.

Da durch das Anzünden von Feuer im eigenen Garten entstandene Schäden von den meisten Versicherern nicht übernommen werden, Sie Ihre Feuerstelle jedoch nicht immer im Blick haben können, empfiehlt sich die Anschaffung eines Feuerlöschers, den Sie idealerweise in der Nähe des Garten- oder Terrassen-Feuers anbringen. Auch ein daneben aufgestellter Kasten mit Sand eignet sich im Notfall zum Ersticken der Flammen.

Ideale Brennmaterialien sind

  • Holzbriketts
  • trockene Scheite
  • getrockneter Reisig
  • kleine dünne Zweige
  • trockene Tannenzapfen

Verwenden Sie für Ihre Feuerstelle kein Holz aus dem eigenen Garten, können Sie es im örtlichen Baumarkt oder Brennstoffhandel kaufen. Für im Wald gesägtes Brennholz benötigen Sie einen Holzsammelschein. Sogar das Mitnehmen von auf dem Waldboden liegenden Ästen kann unter Umständen als Diebstahl gedeutet werden, wenn es dem zuständigen Forstamt gemeldet wird.

Behandeltes und lackiertes Holz sowie Sperrholz dürfen Sie unter keinen Umständen verwenden, da sie beim Abbrennen Schadstoffe freisetzen. Benzin und Brandbeschleuniger sind ebenfalls verboten (Explosionsgefahr!).

Um Funkenflug zu vermeiden, zünden Sie Ihr dekoratives Gartenfeuer bei starkem Wind am besten nicht an. Bei Grundstücken in Waldnähe ist längere Trockenheit ebenfalls ein Grund, auf das Außenfeuer zu verzichten.

Außerdem empfiehlt es sich, einen Sicherheitsabstand zum Nachbargrundstück, zu Gebäuden und allem Brennbaren einzuhalten. Wie groß dieser sein sollte, erfahren Sie bei der zuständigen Behörde.

Bei der selbst angelegten Feuerstelle schichten Sie das Brennholz idealerweise immer erst kurz vor dem Anfachen auf, da Stapelholz im Freien ein beliebter Rückzugsort für Kleintiere ist.

Perfekt geeignete Arten von Feuerstellen im Garten

Je nach Bauart und Nutzungsweise unterscheidet man bei Gartenfeuern zwischen

  • Feuerschalen
  • Feuerkörben
  • Grillöfen aus Ton, Terrakotta (mexikanische Öfen) oder Metall
  • transportablen Gartenfeuern und
  • in Eigenbau errichteten Feuerstellen aus Stein





Die meisten Feuerstellen lassen sich auch auf der Terrasse nutzen, sofern man die entsprechenden Sicherheitsvorschriften beachtet. Als kleine Feuer gelten Holzhaufen von maximal einem Meter Höhe und Durchmesser.

Feuerschalen

feuerschaleDie oft aus einem einzigen Stück Metall (Edelstahl oder Gusseisen) gefertigten Feuerschalen haben ein schlichtes formschönes Design und lassen sich dank ihres recht geringen Gewichts öfter an einem anderen Standort aufstellen.

Sie sind meist rund, haben in der Mitte eine trichterförmige Vertiefung für das Brennmaterial und ein kleines Loch, durch das das Löschwasser abfließt. Feuerschalen sind vor allem für kleine Feuer gut geeignet.

Beim Kauf des dekorativen Terrassenfeuers haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Durchmessern und unterschiedlichen Ausführungen. Manche Modelle verfügen sogar über einen Grillrost, auf dem Sie sich Ihre Abend-Mahlzeit zubereiten können. Höherwertige Grillgeräte haben zum Schutz vor Funkenflug noch eine Abdeckung.

In den großen Edelstahl Designer-Feuerschalen, deren Durchmesser mehr als einen Meter beträgt, können Sie sogar große Feuer entzünden. Sie sind mit einem schwenkbaren Grill kombinierbar und stehen am besten auf einem stabilen Gestell mit standfesten Beinen.

Übrigens: Die Designer Gartenfeuer passen ideal zu einem modernen Outdoor-Einrichtungsstil wie dem Clean Chic.

Feuerkörbe

Auch Feuerkörbe aus Metall bieten sich für kleine Feuer an. Sie sind in der Regel nicht genehmigungspflichtig und werden gemäß Immissionsschutzgesetz als Wärme- und Gemütlichkeitsfeuer angesehen.

Ansonsten gelten für diese Art Outdoor-Feuer dieselben Vorschriften wie für andere Gartenfeuer: Verbrennen Sie darin ungeeignete Brennstoffe oder Gartenabfälle, müssen Sie mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen, wenn man Sie auf frischer Tat ertappt.

Feuerkörbe sind robuster gebaut als Feuerschalen und ähneln oft einer sich oben öffnenden Blüte. Moderne Designer-Feuerkörbe haben eckige oder konische Formen. Falls Sie draußen grillen möchten, benötigen Sie dafür allerdings noch einen kleinen Grill-Aufsatz.

Feuerkorb und Feuerschale sollten aus Sicherheitsgründen nicht in einer auf mehreren Seiten offenen Grillhütte genutzt werden. Beide Geräte für das gemütliche Gartenfeuer stehen am besten auf einem feuerfesten Untergrund (Steine, Steinfliesen) oder auf einer Stahlplatte.

Grillöfen aus Ton

gartenkamin-aus-tonDie hübschen tönernen Terrassenöfen werden auch Azteken-Öfen oder mexikanische Öfen genannt, weil sie in ihrer Heimat Mexiko seit vielen Jahrhunderten zur Zubereitung von Mahlzeiten verwendet werden. Sie bestehen aus dickwandigem unglasiertem Ton und ähneln einem sich nach oben verjüngenden großen Gefäß mit schlankem Hals.

An der Vorderseite unten befindet sich eine bauchige Wölbung mit einer runden Öffnung, durch die man das Brennholz einlegt. Für den notwendigen Abstand zum Boden sorgt ein Gestell mit stabilen standsicheren Metall-Beinen.

Der obere Teil des Gartenfeuers aus gebranntem Ton lässt sich zum Grillen leicht abnehmen. Azteken-Öfen sind das ganze Jahr über nutzbar und haben oft Relief-Dekors, die original mexikanischen Mustern nachgebildet sind. Vor dem ersten Anfeuern des Terrassen-Ofens bedecken Sie den Innenboden am besten mit einer Sandschicht.

Mobile Terrassenfeuer

Sie sind als Tisch- oder Standgeräte erhältlich und werden mit 5 oder 11 kg-Propangasflaschen betrieben. Gartenfeuer mit Gas bestehen aus Feuer- und wetterfesten Verbundmaterialien. Man nutzt sie ausschließlich als Wärmequelle, da sie eine Leistung von bis zu 19 kW haben.

Die Gaszufuhr lässt sich mittels Drehregler individuell einstellen und per Knopfdruck ein- und ausschalten. Die Flamme wird in einem Haufen von Lavagestein und Schichtholz entzündet.

Da die mit einer Beton-Optik, Metall oder Echtholz-Verkleidung ummantelten Outdoor-Feuer keinen Rauch freisetzen und auch keine Funken produzieren, gelten sie als besonders sicher. Grillen können Sie mit ihnen jedoch nicht.

Stellen Sie Ihr mobiles Außenfeuer auf den dazu passenden Tisch, können Sie Ihre Flüssiggasflasche darunter unsichtbar anbringen. Bei manchen Herstellern ist der passende Einbausatz auch separat zu erwerben.

Als Standfeuer sind die mobilen Terrassenfeuer mit einem soliden Unterbau, einer vor Nässe schützenden Abdeckung und herausnehmbarer Rundumverglasung ausgestattet. Durch ihr edles Aussehen werten sie jeden Außenbereich optisch auf.

Dank der Rollen lassen sie sich schnell und komfortabel von einem Standort zum anderen bewegen. Die zum Betrieb der Feuerstelle benötigte Gasflasche befindet sich im abschließbaren Sockel.

Gartenfeuer selbst bauen

grillen-auf-eigener-feuerstelleFalls Sie vorhaben, sich Ihre gemütliche Outdoor-Feuerstätte selbst zu bauen, finden Sie dafür diverse Ideen und Anregungen im Internet.

Suchen Sie sich zuerst den Ihren Vorstellungen am besten entsprechenden Standort aus und überlegen Sie, aus welchen Materialien sie bestehen sollte. Schnell und unkompliziert lassen sich Außenfeuer anlegen, die Sie entweder als komplettes Mauerwerk oder eher losen Stein-Verbund errichten.

In Naturgärten kommen Feuerstellen aus mehreren nebeneinander angeordneten großen Findlingen besonders gut zur Geltung. Das Holzfeuer befindet sich bei ihnen natürlich in der Mitte. Doch auch aus gemauerten Natursteinen erbaute Würfel oder quaderförmige Gartenfeuer passen ausgezeichnet in dieses landschaftliche Ambiente.

Besonders dekorativ: eine runde flache und aus mehreren Reihen Steinen oder Ziegeln bestehende Umrandung mit runder Vertiefung in der Mitte, die von einem halbkreisförmig angelegten überdachten Unterstand umgeben ist. Er dient zur Lagerung von Brennholz und zugleich als Sitzfläche für das abendliche Beisammensein am knisternden Feuer.

Falls Sie die im Handel erhältlichen Feuerstellen nicht mögen, können Sie sich Ihr Außenfeuer mit wenigen Materialien leicht selbst einrichten. Sie benötigen dafür

  • Steine für zwei bis drei Steinreihen (Ziegel, Natursteine, Pflastersteine)
  • Mörtel
  • Wasser
  • Spaten
  • Maurerkelle
  • Bau-Quirl
  • Pinsel

Sie heben mit dem Spaten ein rundes Loch aus, das eine halbe Spaten-Länge tief ist. Anschließend legen Sie die Steine rund um das Loch. Setzen Sie die Natursteine nur lose, brennt Ihr Feuer wegen der größeren Luftzufuhr später besser.

Das Einsetzen der zu verbauenden Steine in Zementmörtel hat den Vorteil, dass der Rand des Gartenfeuers später stabiler steht. Danach schließen Sie die Fugen mit dem Mörtel. In einem letzten Arbeitsschritt arbeiten Sie sie noch mit einem leicht angefeuchteten Pinsel nach.

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