Bewurzelungspulver – Anwendung und Alternativen


Ein Hobbygärtner kommt immer mal wieder in die Verlegenheit ihm liebgewonnene Pflanzen zu vermehren, zu teilen oder aus Stecklingen neu anzuzüchten. Für diesen Zweck gibt es die Möglichkeit auf Bewurzelungspulver einzusetzen. Was das genau ist, wie es anzuwenden ist und ob es dafür noch Alternativen gibt, möchten wir in diesem Beitrag zeigen.

Jeder namhafte Düngerhersteller, hat im Grunde auch Bewurzelungspulver als sogenannte Wurzelaktivator im Sortiment. Es kann rein als Pulver oder auch als Tablettenform eingesetzt werden, die Wirkung soll die gleiche sein, nämlich die Pflanzenvermehrung anregen, ankurbeln, beschleunigen und aktivieren. Man findet widersprüchliche Erfahrungen zu den Produkten, das liegt wohl aber an der Tatsache, dass nicht alle Stecklinge / Pflanzen auf den Aktivator anspringen oder schlichtweg die Anwendung gemäß Produktbeschreibung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

Die korrekte Anwendung von Bewurzelungspulver für Stecklinge

Grundsätzlich gilt bei Wurzelaktivatoren zur Vermehrung von Gartenpflanzen, dass strikt nach Gebrauchsanweisung des jeweiligen Produktes verfahren werden sollte. Vergleicht man die besten Bewurzelungspulver miteinander fällt auf, dass es vier Möglichkeiten gibt das Pulver den Wurzeln zugänglich zu machen. Diese sind:

  1. Auflösen im Wasser und zum Angießen der Stecklinge oder zum Umtopfen nutzen.
  2. Vermischen mit der Anzuchterde wobei das genaue Verhältnis mit Erde zu beachten ist.
  3. Betupfen des Wurzelpulvers mit dem Ende des Stecklings
  4. Pulver direkt in das Anzuchtloch streuen in das die Pflanze rein soll

Der Effekt ist bei allen 4 Methoden der gleiche: Die Wurzelbildung soll gesteigert werden und damit die Chance erhöhen, dass aus einem wertvollen Steckling eine neue sehenswerte Gartenpflanze wird.

Inhaltsstoffe von Bewurzelungspulvern

Oft wird die Frage gestellt, ob man Bewurzelungspulver nicht einfach selber herstellen kann? Man muss hierbei immer den Aufwand dem potentiellen Ertrag gegenüberstellen und wer einmal im Jahr ein paar Stecklinge für den Privatgebrauch anzüchtet, der ist wohl besser bedient sich einfach das fertige Produkt im Fachmarkt zu besorgen.

Die Bewurzelungspulver-Inhaltsstoffe nämlich einzeln zu beziehen und dann noch richtig zu mixen ist eine Sache für Chemiker und Kenner. Zur Zusammensetzung benötigt wird in jedem Fall Indol-3-Buttersäure, Indol-3-Essigsäure, Naphthylessigsäure sowie Talkum als Füllstoff. Im Ergebnis erhält man dann ein Bewurzelungshormon in Pulverform.

Bewurzelungspulver Alternativen – Gibt es auch Ersatz?

Wer das Pulver einsetzt, setzt ganz klar auf Chemie was nicht jedermanns Sache ist. Wer ein wenig ausprobieren und fummeln möchte, macht sich sein Pulver selber. Als Alternative wird immer wieder auch Weidenwasser genannt, welches aus zermörserten Weidenästen gewonnen werden kann. Gemischt mit Wasser sollten die Stecklinge jetzt einen Tag im Wasser ziehen bevor sie in die Erde gesetzt werden.

Eine weitere Alternative bieten Naturprodukte auf Algenbasis. Ob diese allerdings so gut wirken wie das Original muss jeder selber ausprobieren.

Zum Schluss noch ein paar Tipps zum Sorgsamen Umgang mit chemischen Bewurzelungspulvern, die nämlich genau wie Pestizide und Dünger niemals in die Hände von Kindern gehören. Am besten weit oben und einer Ecke außerhalb des Hauses z.B. in einem Gartenschuppen verstauen. Zum Verarbeiten stets Handschuhe tragen sowie nach getaner Arbeit gründlich Hände waschen, besser desinfizieren.

Das beste Bewurzelungspulver auf dem Markt ist derzeit das Neudorff Neudofix sowie das Compo Agrosil welche sie günstig hier bekommen: