Der beste Komposter für den Garten – Test und Tipps zum Kompostieren


Wer einen Garten hat wird relativ schnell feststellen, dass reifer Kompost der wohl beste und natürlichste Dünger darstellt, den es gibt. Mutter Natur konnte es eben schon immer am besten. Grund genug sich damit zu beschäftigen wie man selber Humuserde herstellen kann.

Üblicherweise erfolgt dies über spezielle Behälter, sogenannte Komposter, in die verschiedenste Gartenreste gegeben werden. Der natürliche Verrottungsprozess, Kleinstlebewesen, Pilze und Regenwürmer zersetzen das Schnittgut und erschaffen völlig kostenlos nährstoffreiche Erde, sogenannter Humus bzw. Kompost.

Um ein Maximum aus diesem Prozess herauszuholen macht es Sinn den besten Komposter zu wählen und aufzustellen, den es am Markt gibt. Aus diversen Tests und aus der Praxis haben wir eine große Auswahl Kompostbehältern herausgesucht und einer Bewertung unterzogen. Hierzu gehören:

  • Thermokomposter
  • Kompost Container
  • Drahtgitter-Komposter
  • Schnellkomposter
  • Wurmkomposter

Richtig Kompostieren bedeutet einfach viel mehr als einfach nur einen Haufen mit Gartenabfällen zu schaffen und warten bis er sich zersetzt. Auch wenn Marke „Eigenbau“ natürlich auch funktioniert, sind Thermo- und Schnellkomposter speziell dafür entwickelt worden, den Rottungsprozess optimiert und schneller ablaufen zu lassen. Aber auch hier gibt es natürlich Unterschiede.

Ein eigener Komposthaufen hat für den Gärtner vielerlei Vorteile:

  • Nachhaltiger ökologischer Nutzen
  • Geld Ersparnis durch selbst hergestellten Dünger
  • Beitrag zum natürlichen und ökologischen Düngen
  • Keine Transportkosten bzw. Umweltbelastung durch Bestellung von künstlichem Dünger
  • Verringerung von organischem Müll und Grünschnitt
  • Förderung von Würmern und Kleinstlebewesen

Als Nachteil kann man erwähnen, dass ein gewisser Platz- und Arbeitsaufwand notwendig ist, denn die großen Kompostbehälter müssen irgendwo stehen. Weiterhin sollten Sie alle paar Wochen einmal umgeschichtet und damit durchlüftet werden, damit der Rottungsprozess in Gang gehalten und verbessert wird.

Auch können Ungeziefer wie Ratten und Mäuse angelockt werden, füllt man die falschen Küchenabfälle hinein. Auch Gerüche können entstehen, sollte die Rotte mal faulen oder die falschen „Zutaten“ hinzugegeben worden sein.

Tipp: Um Mäuse und Ratten abzuwehren, die es sich im Kompost gemütlich machen, reicht ein einfacher Maschendraht bzw. Drahtgitter als „Bodenplatte“ bzw. Unterbau.

Die besten Komposter für den Garten im Test

Es gibt Kompostbehälter wie Sand am Meer und in allen erdenklichen Preisklassen, daher bieten wir mit unserer Bestenliste eine schnelle und komfortable Übersicht der besten Komposter für den Garten. Erstellt wurden die Testergebnisse aus eigenen Testverfahren, Erfahrungswerten im Gartenbau sowie Kundenbewertungen der jeweiligen Produkte.

TestsiegerKomposterKomposterbezeichungFüllvermögenGewichtEigenschaftenHier günstig
TestsiegerJuwel
Aeroquick
890 XXL
900 l23 kgAktives Belüftungssystem
UV-Beständigkeit
info2
Dehner
Gartenkomposter
300 l4,6 kgLeicht aufbaubar
Günstig
wetterbeständig
info2
Graf
Thermostar
1000 l22,3kgGroßes Volumeninfo2

1. Platz: Juwel Aeroquick

Wer viel Platz braucht und so schnell kompostieren möchte wie es mit einem Thermokomposter möglich ist, der greift zum Juwel Aeroquick. Das spezielle Lüftungssystem sorgt für eine optimale Belüftung, der den Kompostierungsprozess sehr effektiv ablaufen lässt. Mit einem Fassungsvermögen von sagenhaften 900 Litern gibt es kaum vergleichbare Modelle. Das Befüllen geht leicht von der Hand dank der riesigen Deckelklappen mit Windsicherung. Auch der Entnahmeschacht für fertigen Humus ist ausreichend groß gewählt, so dass man problemlos mit einem Spaten arbeiten kann.

Pro:

  • Hohes Fassungsvermögen
  • Durchdachtes Belüftungssystem

Contra

  • Relativ hoher Preis
  • Kein Bodengitter dabei, muss extra gekauft werden

2. Platz : Dehner Gartenkomposter

Ein eindeutiger Preis-Leistungssieger ist der Dehner Gartenkomposter mit 300l Fassungsvermögen. Auch wenn keine speziellen Lüftungsschlitze erkennbar sind, erfolgt die Kompostierung doch vergleichsweise schnell. Er ist schnell und einfach aufgebaut und wirkt genauso robust wie teuren Vertreter. Negativ aufgefallen ist die Öffnungsklappe, welche leicht durch Wind und Wetter aufgestossen wird. Es gibt hier kein Schließmechanismus. Ein Stein zuim Beschweren hat Abhilfe getan.

Pro:

  • Günstiger Preis
  • Anthrazit grün
  • Leichter Aufbau ohne Werkzeug

Contra:

  • Geringes Fassungsvermögen
  • Billige Öffnungsklappe

3. Platz: Graf Thermostar

Ebenfalls ein richtiges Monster unter den Thermokompostern ist der Thermostar von Graf mit 1000 Liter Fassungsvermögen. Er ist gespickt mit kleinen Lüftungsschlitzen, die eine gute Sauerstoffzufuhr gewährleisten um optimal zu rotten. In der Praxis stört allerdings die vergleichsweise kleine Öffnung und ein recht hoher Preis wenn man bedenkt, dass es sich doch größtenteils um Plastik handelt.

Pro :

  • Hohes Fassungsvermögen
  • Gute Durchlüftung
  • Schnelle Rottung

Contra:

  • Hoher Preis

 

 

 

 

Komposter offen oder geschlossen wählen?

Es stellt sich häufig die Frage, ob man einen Kompostcontainer wählen sollte, der offen oder geschlossen ist. Beides ist möglich und beides hat seine individuellen Vor- und Nachteile.

Ein offener Kompostierungshaufen ist meist durch Draht oder Holzlatten eingezäunt und nach oben hin vollkommen offen. Klarer Vorteil ist hier, dass man größere Mengen schichten kann und auch schnell mal eine Vergrößerung vornehmen kann. Gerade im Frühjahr wo tendenziell viel Grünschnitt anfällt, eine sinnvolle Sache. Auch ein häufiges Umsetzen entfällt bei offenen Kompostbehältern. Sein größter Vorteil besteht also in einem verringerten Pflegeaufwand, dafür muss aber mit unangenehmen Gerüchen gerechnet werden.

Die geschlossenen Kompostvarianten sind meist Thermokomposter aus Plastik oder Kunststoff von Graf, Juwel, Globus oder Dehner mit Deckel in runder oder eckiger Form inklusive Lüftungslöcher und Entnahmemöglichkeiten am Boden. Sie bieten die Möglichkeit deutlich schneller reifen Kompost herzustellen und sogar bei kälteren Temperaturen durch ihre Isolierung den Verrottungsprozess am Laufen zu halten. Auch die Geruchsbelästigung entfällt hier weitestgehend, da die Deckel auch zuverlässig Geruch abhalten.

Komposter aufstellen und anlegen – So geht’s richtig

Die häufigsten Fehler bei der Kompostierung im Garten, werden bereits am Anfang gemacht, in dem man den Komposthaufen an einer Stelle des Gartens platziert, der nicht optimal ist. Sowohl Austrocknung als auch Fäulnis aufgrund von zu viel Nässe sollte vermieden werden.

Das bedeutet ein Schnell- oder Thermokomposter für den Garten sollte nie in der prallen Sonne oder gänzlich im Schatten stehen. Auch sollte der dem vollständigen Regen nicht ausgesetzt sein. Ideale Plätze sind unter Bäumen und Büschen an eher nördlich gelegenen Stellen des Gartens. Auch im Schutz eines Gartenhäuschens kann ein guter Platz für einen Kompostbehälter sein.

Nun ist es an der Zeit den Kompost anzulegen und richtig zu schichten. Dies ist vor allem im Laufe der Zeit wichtig, da der Verrottungsprozess so viel besser ablaufen kann. Idealerweise sollte die Kompostierung in 3 Schichten erfolgen:

  1. Grobes Gartenmaterial ganz unten wie Äste, Zweige oder Heckenschnitt
  2. In die Mitte als zweite Schicht kann dichteres Material genommen werden. Hier kann man Unkraut verwerten. Auch Küchenabfälle gehören hier hin
  3. Die dritte und oberste Schicht ist diejenige, die immer erneuert wird. Zum Start sollte hier bereits vorhandene Humuserde aufgeschichtet werden, so dass gleich Kleinstlebewesen den Weg in das neue Kompostbehältnis finden. Falls nicht vorhanden, kann auch herkömmliche Gartenerde genommen werden.

In der Folgezeit sollte versucht werden diese Schichtweise einzuhalten. Ist dies nicht möglich, muss öfter umgesetzt werden. Wer sich an die Schichtregeln hält, kann sogar ganz ohne Umsetzen auskommen.

Zusatztipp: Darauf achten, dass der Kompost stets feucht ist. In sehr trockenen Perioden kann es Sinn machen, ein wenig Wasser hinzuzufügen.

Praxistipp: Den Komposthaufen stets perfekt am Laufen zu halten ist eine Wissenschaft für sich und in der Praxis aufgrund von Zeitmangel nur selten zu schaffen. Daher eignen sich sogenannte Kompostbeschleuniger, welche durch Ihre Wirk- und Nährstoffe ein optimales Milieu für Kleinstlebewesen schaffen, so dass sie noch schneller und effektiver die Gartenabfälle umwandeln.

Sonderfall Rasenschnitt kompostieren

Vor allem in den Wachstumsperioden des Rasens im April und Mai fällt in der Regel sehr viel Rasenschnitt an und immer wieder wird dieser in Gänze in den Kompost gegeben. Dies kann funktionieren, birgt allerdings in der Regel ein paar Probleme, die man vermeiden kann. Eines vorweg: Es gibt keinen Komposter für Rasenschnitt. Punkt.

Rasen besitzt nämlich im Vergleich zu vielen anderen Grünschnittabfällen einen sehr hohen Anteil an Wasser und durch die Zerkleinerung mit dem Rasenmäher auch eine große Angriffsfläche wodurch abgeschnittener Rasen sehr schnell in sich zusammenfällt und zu einem feuchten, grünen Klumpen wird, der schnell anfängt zu faulen. Dies geschieht zusätzlich ohne viel Sauerstoff und unter geringer Luftzufuhr. Aber gerade dies benötigen die Mikroorganismen um ihre wertvolle Arbeit zu verrichten. Sie sterben letztendlich ab und der Verrottungsprozess verlangsamt sich.

Der faulige Geruch wird schnell erkennbar. Viel besser ist es hingegen, den gemähten Rasen mit anderen Gartenschnittabfällen zu mischen und nach und nach auf den Komposthaufen zu werden. Man erhält nämlich so eine vernünftige Durchlüftung durch die vielen Zwischenräume des anderen Grünschnitts. Wenn es dafür schon zu spät ist, hilft nur ein häufiges Umsetzen und Mischen mit anderen Materialien.

Ideen für Design Komposter – Verkleiden oder Verstecken

Es ist fast egal für welchen Kompostbehälter man sich entscheidet, er ist zugegebenermaßen selten eine Augenweide und passt sich optisch kaum in einen gepflegten Garten an. Gärtnern mit der Vorliebe zu Gestaltungsthemen, sind die groben, grünen Tonnen ein Dorn im Auge, weshalb sie meist in einer hintersten Ecke ein Dasein fristen, auch wenn der Platz nicht optimal ist.

Es gibt allerdings auch Mittel und Wege den Kompostbehäkter gewissermaßen aufzuhübschen respektive gleich ein Design-Komposter zu erwerben, der von sich aus ein Hingucker ist.

Komposter mit ansprechendem Design muss man mit der Lupe suchen, aber es gibt sie wie zum Beispiel:

Deko-Komposter: Völlig in dunklem Braun, sieht er aus wie aus Holz gezimmert. Das Holzdesign wirkt edel und hat authentische Holzstrukturen.

Urban Composting: Raus aus dem Garten, rein in die Küche. Als schlichte und praktische Designvariante kommt dieser Komposter daher, welcher den hässlichen Biomülleimer durch ein Designerstück ersetzen soll.

Bepflanzbarer Kompostbehälter: Wie wäre es mit einem Behälter für Kompostabfälle, der an den Seiten Pflanzenkästen besitzt und somit mit bunten Blumen und Rankenpflanzen begrünt werden kann?

Komposthaus: Ein hochwertiger Kompostbehälter als schickes Haus designed mit Dachschrägen, Fenstern und Eingang.

Als Alternative gibt es noch die Möglichkeit einen Gitterkomposter oder auch Thermokomposter selbst zu verkleiden um die hässliche Seite des Kompostierens zu verstecken. Hierfür haben wir ein paar Ideen zusammengestellt:

Idee 1: Holzumbauung
Aus günstigen Ikea-Schränken oder Gartenschränken kann ein schickes kleines Häuschen gebaut werden, um den Behälter zur Kompostierung komplett zu verstecken. Mit Eingang, Öffnungen und Dach kann dies je nach handwerklichem Geschick ein Hingucker sein. Wer das Ganze noch im Stil seines Gartenhauses baut und gestaltet, hat kein störendes Element mehr im Garten.

Idee 2: Verkleidung mit Holzlatten
Etwas simpler aber dennoch effektiv ist die Verkleidung des Komposters mit Holzlatten. Diese müssen allerdings einen wetterschützenden Anstrich bekommen.

Idee 3: Verkleidung mit Bambusmatten
Auch Bambus kann wunderbar zur Verzierung oder zum Verkleiden von Behältern genutzt werden, die man in seiner ursprünglichen Form nur ungern im Garten haben will.

Idee 4: Steinwandverkleidung
Ob in Steinoptik oder richtig gemauert – Stein sieht immer gut aus und kann jede unschöne Kompostkiste schnell verkleiden.